Filmregisseur Viktor Taransky (Al Pacino) steckt in einer Krise, als ihn nach mehreren Flops auch noch die Protagonistin seines neuen Films mitten in den Dreharbeiten sitzen lässt und er von seiner Ex-Frau und Studio-Chefin Elaine gefeuert wird.
Genau in diesem Augenblick überlässt ihm ein sterbenskranker Computer-Freak ein Computerprogramm, mit dem sich eine virtuelle Schauspielerin herstellen lässt: S1m0ne. Nach der Premiere des neuen Taransky-Films wird „S1m0ne“ ein gefeierter Star. Nach und nach verselbständigt sich jedoch die Situation.
Angesichts der ins Unermessliche steigenden Gagen der Hollywood-Stars könnten virtuelle Schauspieler wie S1m0ne für Produzenten irgendwann einmal eine attraktive Alternative werden. S1m0ne spielt aber nicht nur dieses Szenario durch, sondern liefert darüber hinaus eine lustige, gut inszenierte und über weite Strecken ausgezeichnet gespielte Satire gegen den Starkult und sonstige Unsitten des Hollywood-Betriebs.
In S1m0ne spricht Regisseur Andrew Niccol erneut die Themen an, die er bereits in Die Truman-Show als Drehbuchautor behandelt hatte: virtuelles Leben sowie das hier visuell zitierte Pygmalion-Motiv der erschaffenen Marionette. Und nebenbei liefert er auch noch ein Plädoyer für die Familie, besteht der größte Wunsch von Viktors und Elaines Tocher Lainey doch darin, ihre Eltern wieder vereint zu sehen. JG
USA 2001. R: Andrew Niccol. Mit: Al Pacino, Rachel Roberts, Catherine Keener, Evan Rachel Wood, Winona Ryder. 113 Min.
ZDF, Mittwoch, 7. März 2007, 0.55 Uhr
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