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Hotel Ruanda


Der vielfach prämierte Film Hotel Ruanda widmet sich dankenswerterweise einem dunklen Kapitel der jüngeren afrikanischen Geschichte und stellt den exemplarischen Mut einer Einzelperson dramaturgisch geschickt ins Zentrum.

Wie schon in Steven Spielbergs Schindlers Liste verdanken auch hier dem Einsatz eines engagierten und humanistisch agierenden Mannes rund 1.200 Menschen ihr Leben. Paul Rusesabagina, der Manager des ruandischen Vier-Sterne-Hotels „Des Mille Collines”, gehört den Hutus an, die auch die Regierung stellen, während sich im Volk eine Rebellion der Tutsi anbahnt. Kurz nach der Bekanntgabe von Friedensverhandlungen wird der Hutu-Premierminister allerdings ermordet, was dazu führt, dass die verbleibende Hutu-Militärmacht die Tutsi dafür verantwortlich macht und einen radikalen Völkermord in Gang setzt.

Pauls Frau Tatiana ist Tutsi, weswegen er die radikalen Ansichten anderer Hutus keineswegs teilt und zum Retter vieler Flüchtlinge wird, die er trotz großer Gefahr für sein eigenes Leben und das seiner Familie im Hotel aufnimmt und so weit es geht vor den Übergriffen der Militärs beschützt.

Terry George zeigt uns in bewegenden Bildern die Gräuel der Massaker, die 1994 in Ruanda fernab der Weltöffentlichkeit stattfanden. Natürlich möchte er schocken, uns wachrütteln und uns vor Augen führen, welche unmenschlichen Zustände auch heutzutage noch trotz weltumspannender medialer Berichterstattung möglich sind.

Aber er tut dies auch, um uns in der Hoffnung zu bestärken, dass selbst das couragierte und beherzte Vorgehen eines Einzelnen viel bewirken kann. Don Cheadle setzt in seiner Rolle als Paul Rusesabagina ähnlich beeindruckend Akzente, wie es seinerzeit Liam Neeson in Schindlers Liste gelang. FB

GB/ZA/I 2004 (Hotel Rwanda) Regie: Terry George. Mit: Don Cheadle, Sophie Okonedo, Nick Nolte, Joaquin Phoenix, Desmond Dube, David O’Hara. 121 Min.

ARD, Sonntag, 11. November 2007, 0.00 Uhr

 

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