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Coach Carter


Es ist ja ein altes Lied, dass junge Menschen viel lieber mit ihren Freunden abhängen, ihre Beziehungen pflegen oder ihrem Lieblingssport nachgehen, als für die Penne zu pauken.

Das ist hierzulande auch nicht anders als in den USA. Doch Hollywood hat ein weit größeres Faible für Sportfilme und nutzt diese gerne, um Lektionen fürs Leben zu vermitteln. So auch in Thomas Carters Coach Carter, der um die wahre Geschichte des Basketball-Trainers Ken Carter eine Selbstfindungsgeschichte afroamerikanischer Underdogs strickt.

Als Carter (Samuel L. Jackson) das Training des Richmond-Teams übernimmt, hat er es mit einer Horde undisziplinierter Versager zu tun, die noch nicht einmal an sich selbst glauben. „Wenn ihr es hier auf dem Spielfeld schafft, schafft ihr es auch da draußen”, trichtert er ihnen ein und erzieht sie mit hartem Drill und einer gnadenlosen Mischung aus Respekt und Unerbittlichkeit zu wahren Siegern. In Parallelhandlungen wird uns vorgeführt, wie die Kids es tatsächlich schaffen, dank des frisch geweckten sportlichen Ehrgeizes nun auch in den ungeliebten Schulfächern und sogar im wirklichen Leben besser zurecht zu kommen.

Thomas Carter, der Regisseur des nostalgischen Swing Kids und des Blockbusters Save the Last Dance, versteht sein Handwerk, und eine dermaßen moralische Botschaft kann man noch nicht einmal mit sachlichen Gegenargumenten entkräften. Ein Film, der trotz seiner gewaltigen Überlänge kaum Längen aufweist und eine typisch amerikanische und ungemein pathetisch formulierte Message transportiert, der man sich schwerlich verweigern kann. FB

USA 2004 (The Wedding Date) Regie: Thomas Carter. Mit: Samuel L. Jackson, Robert Ri’chard, Rob Brown, Debbi Morgan, Ashanti, Rick Gonzalez, Antwon Tanner, Nana Gbewonyo, Channing Tatum. 136 Min.

Pro7, Samstag, 9. Februar 2008, 20.15 Uhr