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10.06.2008

Letzte Klappe für 'Last Station' gefallen
Dreharbeiten für Tolstoi-Biografie in Leipzig beendet


In der vergangenen Woche sind nach 40 Drehtagen in den Leipziger Media City Ateliers (MCA) die Dreharbeiten für den Kinofilm 'The Last Station' zu Ende gegangen. Die 13 Millionen teure, deutsche Produktion mit internationalem Staraufgebot begannen Anfang April in Brandenburg auf dem barocken Landschloss Stülpe bei Luckenwalde, führten das Filmteam anschließend in die Dübener Heide in Sachsen-Anhalt und weiter zur Jagdanlage Rieseneck in Thüringen bis zur ‚letzten Station’ in den Leipzig Studios.

Das deutsch-englische Produzententeam Chris Curling und Jens Meurer von der „Egoli Tossell Film Halle GmbH“ äußerten sich sehr zufrieden über den Verlauf der Dreharbeiten: „Die Arbeit mit Regisseur Michael Hoffman und dem einzigartigen Star-Ensemble um Helen Mirren ('Die Queen'), Christopher Plummer ('Wes Cravens Dracula') und James McAvoy ('Abbitte') war eine Bereicherung und hat allen Beteiligten große Freude bereitet.“ Man sei glücklich, weil der anspruchsvolle Drehplan eingehalten werden konnte, und „wir an allen Drehorten unglaublich positiv und freundlich aufgenommen wurden“, so Meurer, der für die Unterstützung aus den verschiedenen östlichen Bundesländern Dank äußerte: „Sachsen-Anhalt und Mitteldeutschland entwickeln sich zu einer sehr interessanten Filmregion.“

Nach Sichtung der ersten Muster hofft man nun auf einen Film mit Oscarpotential. 'The Last Station' erzählt die bewegende Geschichte des jungen Sekretärs Bulgakov, der den großen Schriftsteller Leo Tolstoi während seines dramatischen letzten Lebensjahres begleitet, dabei in einen Familienzwist größten Ausmaßes gerät und sich unsterblich verliebt. Drehbuch und Regie oblagen dem amerikanische Regisseur und Drehbuchautor Michael Hoffman. Rund zwei Millionen Euro steuerten die Institutionen der bundesdeutschen Filmförderung bei. Weitere 800.000 Euro stammen von der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) und 650.000 Euro vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Außerdem ist über Vorverkäufe z. B. an den russischen Produzenten Andrei Konchalovsky ein weiterer Teil der Herstellungskosten abgedeckt. Das Land Sachsen-Anhalt hat zusammen mit einer großen Berliner Bank eine Landesbürgschaft hinterlegt – zum zweiten Mal für einen Kinofilm. 'The Last Station' soll im Frühjahr 2009 in die deutschen Kinos kommen – rechtzeitig zu Tolstois 250. Todestag.

Die Produzenten Jens Meurer und Chris Curling (Zephyr Films, London) planen inzwischen weitere, gemeinsame Filmprojekte in den neuen Bundesländern, darunter die Geschichte des Boxers 'Trollmann', den der ostdeutsche Erfolgsregisseur Carsten Fiebeler ('Kleinruppin forever') inszenieren soll. Max-Peter Heyne

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