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Zimmer 1408


Stephen King kann es sich als einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Gegenwart erlauben, auch nach wie vor ein aussterbendes literarisches Genre zu bedienen: in schöner Regelmäßigkeit publiziert er nach wie vor Kurzgeschichten.

"1408" ist eine von ihnen, die im Jahr 1999 erschien und in der sich der Horrorautor mal wieder dem beliebten Topos des „Haunted House“ angenommen hat. Kings Referenz an die Gruselfilme der 30er Jahre erzählt einfach, aber effektiv von einem arroganten Horrorschriftsteller, der verfluchte Plätze in Ranking-Büchern versammelt, aber selbst nicht an Übernatürliches glaubt. Als er von einem Hotelzimmer mitten in New York erfährt, das ein gefährliches Eigenleben entwickelt hat, wird allerdings aus seiner routinierten Vor-Ort-Recherche ein Albtraum der unliebsamen Erkenntnisse.

In Mikael Håfströms (Evil) Adaption wurde jener Mike Enslin, den John Cusack mit großer Überzeugungskraft verkörpert und damit den Film fast im Alleingang trägt, mit einem familiären Background ausgestattet, der die Geschichte weiter psychologisiert und ihr einen Hollywood-typischen Rahmen verleiht.

Es ist erstaunlich, wie famos es den drei Drehbuchautoren gelungen ist, diese zusätzliche Komponente in Stephen Kings Gruselwelt zu integrieren, auch wenn sie die Vorlage dadurch etwas verwässern und austauschbarer machen. Auf der anderen Seite haben sie die Vorlage aber auch um einige äußerst effektvolle Szenen bereichert, wenn Enslin beispielsweise verzweifelt versucht, aus dem Horrorzimmer zu entkommen und eine Flucht über die Brüstung bzw. den Luftschacht unternimmt.

Weil es Håfström sehr überzeugend gelingt, eine angemessen gruselige Atmosphäre zu erzeugen, funktionieren diese Hinzudichtungen ganz im Stile ihrer Vorlage ausgezeichnet. Für Genreliebhaber ist der Film deswegen sehr zu empfehlen. TS

USA 2007 (1408) Regie: Mikael Håfström. Buch: Matt Greenberg, Scott Alexander, Larry Karazewski. Mit: John Cusack, Samuel L. Jackson, Mary McCormack, Jasmine Jessica Anthony, Tony Shalhoub, Alexandra Silber, William Armstrong. Senator. 94 Min. Ab 13. September 2007 im Kino.

 

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