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Die wilden Kerle 5 - Hinter dem Horizont


Sollte die Filmreihe um die Fußballergang mit diesem fünften Teil nun wirklich ihr angekündigtes Ende finden, dann sicher nur, weil die Darsteller und Figuren dem Kindes- und Jugendalter endgültig entwachsen sind.

Seit 2003 begeistert die Clique eine stetig wachsende Fangemeinde, die jedem der Sequels an der Kinokasse einen noch größeren Erfolg beschied als seinem jeweiligen Vorgänger. Und, um es vorweg zu nehmen: 'Hinter dem Horizont' wird hier sicher keine Ausnahme machen – und das zu Recht.

Seit ihrem fulminanten Sieg über die Silberlichten verbringen Vanessa und die Kerle ihre Tage mit Liebeleien, Training und Volleypass-Wettkämpfen in ihrem Basislager im Wald. Doch eine neue Herausforderung, die auch hier wieder mit den Hacken ausgefochten werden will, steht bereits vor der Tür: Leon, der Anführer der Clique, wird eines Nachts entführt, und seine Freundin Vanessa und die Kerle müssen ihn aus den Fängen der „Schattensucher“, einer gefährlichen Vampirbande, befreien. Im 3D-Soccer zunächst unterlegen, kommt es im Gespensterschloss schließlich zum alles entscheidenden Finale.

Zahllose Genre-Elemente und filmische Vorbilder schwingen hier unübersehbar mit in diesem bislang aufwändigsten und sichtbar teuersten Sequel – von 'Harry Potter' über 'Matrix' bis hin zu 'Mad Max' – und doch handelt es sich im Kern um eine angenehm unaufdringliche, kindgerecht erzählte und im Grunde wenig komplexe Variation des gängigen Vampirfilm-Themas: Freude und Fluch des ewigen Lebens, Sehnsucht nach Normalität und schließlich die Erlösung durch die Liebe.

Was 'Hinter dem Horizont' ebenso wie seine Vorgänger für Kinder und Heranwachsende vor allem spannend machen dürfte, sind die spätestens seit Teil 3 immer phantastischer gewordenen Kostüme und Settings, in denen die Bande ihre Abenteuer bestehen darf. Nun sind es lange Ledermäntel wie der von Neo und ein Fuhrpark fast wie der von Mad Max, die für den notwendigen Coolness-Faktor sorgen. Dass die Figuren dabei nie ins Lächerliche abgleiten, verhindern die Macher durch die bekannte und wohl dosierte Kombination mit kindlichen Ängsten, Sehnsüchten, Unsicherheiten, Tränen und Daumenlutschen. Kim Tissmer

D 2008. Regie und Buch: Joachim Masannek. Mit: Jimi Blue Ochsenknecht, Sarah Kim Gries, Raban Bieling, Nick Romeo Reimann, Marlon Wessel, Kevin Iannotta, Leon Wessel-Masannek, Janina Fautz. Disney. 105 Min. Ab 21. Februar 2008 im Kino.

 

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