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Valley of Flowers




Die endlosen Weiten des Himalaja in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts: Jalan zieht mit seiner Diebesbande umher, um Handelsreisende auf der Seidenstraße um ihr Hab und Gut zu bringen.

Bei einem dieser Überfälle schließt sich ihm die hübsche Ushna an, in die sich der wilde Bandenführer verliebt. Die Innigkeit zwischen den beiden sorgt für Differenzen in der Gruppe. Isoliert versuchen die beiden Liebenden, einen Weg zur Unsterblichkeit zu finden.

Pan Nalin, der in Indien geborene und in Frankreich lebende Filmemacher, hat mit Valley of Flowers ein wahrlich internationales Stück Weltkino geschaffen. Seine sich durch drei Jahrhunderte erstreckende Geschichte ist sowohl im indischen Himalaja als auch in Tokio angesiedelt, vor der Kamera agieren Schauspieler aus fünf verschiedenen Ländern und auch der Stab setzt sich aus Franzosen, Deutschen, Indern, Polen und Schweizern zusammen.

Für seinen zweiten Spielfilm (nach dem Arthaus-Erfolg Samsara) hat sich der ehemalige Dokumentarfilmer (Ayurveda – Art of Being) ein transzendentales Thema einfallen lassen, das er mit Motiven des Buddhismus, der tibetanischen Karmalehre, dem Dämonenglauben und der Yeti-Legende anreicherte.

Für so manchen kulturell interessierten Bildungsbürger dürften allein diese Schlagworte Grund genug sein, sich Valley of Flowers anzuschauen. Alle anderen seien eher gewarnt vor der behäbigen Inszenierungsweise, der es trotz dramatischer Musikuntermalung nur selten gelingt, die intendierte Spannung auch nur ansatzweise zu erreichen.

Zudem bereitet der Umschwung vom bodenständigen Eifersuchtsdrama hin zur übernatürlichen Betrachtung von Leben und Tod und schließlich zu einer metaphorischen Ethikdiskussion doch so mancherlei Kopfzerbrechen. Der Film ist ein Paradebeispiel dafür, wie man an seinen eigenen Ansprüchen scheitern kann. TS

D/F 2005. Regie und Buch: Pan Nalin. Mit: Milind Sonam, Mylène Jampanoi, Naseeruddin Shah, Eri, Jampa Kalsang Tamang, Anil Yadav, Migmar Tashi. Pandora. 120 Min. Ab 31. Mai 2007 im Kino.

 

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