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Unsere Erde – Der Film


Beginnend am Nordpol arbeiten sich im bisher aufwändigsten und teuersten Naturdokumentarfilm 40 Kamerateams durch die verschiedenen Klimazonen unserer Erde bis an den Südpol vor und liefern uns unterwegs einige faszinierende Einblicke in die Vielfalt von Flora und Fauna unseres Planeten.

Alastair Fothergill arbeitet bereits seit etlichen Jahren erfolgreich im Dokumentarfilmsektor des britischen Fernsehsenders BBC und hat mit Deep Blue vor vier Jahren einen der Bahn brechendsten und erfolgreichsten Kino-Dokumentarfilme aller Zeiten inszeniert. Sein neuestes Projekt gestaltete sich als noch viel ehrgeiziger, da er hier nicht weniger als 40 Kamerateams an 206 verschiedenen Drehorten und an zusammengerechnet 4.000 Drehtagen koordinieren und unter einen Hut bringen musste.

Auch seinem Editor Martin Elsbury, der tausende Stunden Filmmaterial auf eine kinotaugliche Länge stutzen musste, gebührt hier ein großes Lob. Die Filmemacher sind ihrem Anspruch, die Vielfalt und Schönheit der Erde auf den Punkt zu bringen, auf jeden Fall gerecht geworden.

Dabei darf man zu Beginn wohl zu Recht noch ein wenig skeptisch sein, wenn sie uns die Probleme zweier gerade aus ihrer Höhle gekrochener Eisbärjungen und ihrer Mutter näher bringen wollen, da gerade diese Thematik erst kürzlich in Der weiße Planet und Königreich Arktis hinlänglich dokumentiert wurde. Auch das Ende von Unsere Erde greift die dramatischen Szenen von den schmelzenden Polkappen wieder auf und wird dadurch leider etwas beliebig, obwohl den beängstigenden Fakten über die Erderwärmung sicherlich nicht genug Aufmerksamkeit zuteil werden kann.

Erfreulicherweise bieten uns Fothergill und sein Ko-Regisseur Mark Linfield dazwischen aber jede Menge anderer Aufnahmen aus den unterschiedlichsten Regionen dieser Welt. Viele davon sind zum ersten Mal überhaupt in dieser Form auf der Leinwand zu sehen. Besonders beeindruckend sind die Nachtaufnahmen von einer Löwenherde auf Elefantenjagd, das sonderbare Balzgebaren einiger Paradiesvögel auf Papua-Neuguinea oder die beschwerliche Überwindung des Himalajas durch eine Gruppe Paradieskraniche. Auch die Jagd eines großen weißen Hais auf eine Robbe wirkt durch den innovativen Einsatz von Hochgeschwindigkeitskameras imposant und spektakulär. Ein beeindruckendes Dokument von großer Faszination. TS

GB/D 2007 (Earth) Regie und Buch: Alastair Fothergill, Mark Linfield. Buch: Leslie Megahey. Sprecher: Ulrich Tukur. Universum. 98 Min. Ab 7. Februar 2008 im Kino.

 

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