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True North


Den schmalen Grat zwischen Gut und Böse führt uns Regisseur Steve Hudson mit seinem Spielfilmdebüt eindrucksvoll vor Augen: Sean schmuggelt ein Dutzend Chinesen an Bord des Fischerbootes seines Vaters, um diese illegal nach Schottland zu bringen und die Familie vor dem Bankrott zu retten. Einzig sein Kollege Riley weiß von dem Unterfangen. Als die Witterungsverhältnisse sich jedoch dramatisch verschlechtern, müssen die zwei jungen Männer eine Entscheidung treffen, wie sie sich gegenüber den eingesperrten illegalen Einwanderern verhalten...

Der Film wird fast ausschließlich aus der Sicht der Fischer erzählt, was zum einen das Schwarz-Weiß-Schema von Opfern und Tätern aufbricht, da die Beweggründe für diesen Menschenschmuggel nachvollziehbar werden. Zum anderen wird durch die beschränkte Perspektive eine ungeheure Spannung erzeugt, die auf der großen Leinwand durch die Enge des Bootes und die Ausweglosigkeit der offenen See noch verstärkt wird. Eine äußerst stimmige Musik- und Geräuschkulisse rundet den Plot ab, und die sympathischen Charaktere sorgen hier und da noch für ein paar Lacher, so dass bei aller Dramatik auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommt. Diana Kapke

GB/D/IRL 2006. Regie und Buch: Steve Hudson. Mit: Peter Mullan, Martin Compston, Gary Lewis, Steven Robertson, Angel Li, Hark Bohm. Alpha Medienkontor. 96 Min. Ab 22. Mai 2008 im Kino.

 

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