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There Will Be Blood


Ganz allein buddelt Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) in einem Stollen nach Silber und Gold. Eine Explosion lässt ihn verletzt zurück, doch mit eiserner Kraft schleppt er sich trotz gebrochenen Beines zurück in die Zivilisation.

Paul Thomas Anderson ('Magnolia') macht schon in den ersten Einstellungen seines neuen Films unmissverständlich klar, dass der Abenteurer in den USA des späten 19. Jahrhunderts ein zäher Brocken ist, der mit viel Beharrlichkeit auch erlangt, was er sich vorgenommen hat.

Schon bald schwenkt Daniel auf das Ölgeschäft um, macht einen Waisenjungen (Dillon Freasier) zu seinem eigenen, um mit dem Niedlichkeitsfaktor des Kleinen besser an kostbare Ländereien zu kommen. In Little Boston allerdings findet er in Priester Eli Sunday (Paul Dano) einen hartnäckigen Gegner, mit dem er immer wieder aneinander gerät.

Die Verfilmung des zeitgenössischen Romans von Upton Sinclair, die sich bis in die späten 1920er Jahre erstreckt, zeichnet die Aufbruchs- und Goldgräberstimmung naturalistisch und unverblümt nach. Daniel Day-Lewis meistert abermals eine Tour de Force, wenn er dem raubeinigen Ölmagnaten über die Jahrzehnte hinweg ein mürrisch-eigensinniges Gesicht verleiht. Jungstar Paul Dano hat es sichtlich schwer, gegen den Schauspieltitan dabei zu bestehen, wenngleich seine Rolle die nötige Steilvorlage liefert. Weit überzeugender ist da schon das zurückhaltende Spiel Dillon Freasiers geraten, der in den meisten Szenen ohne allzu viel Dialog spürbar machen kann, was diesen kleinen Jungen tief im Innern beschäftigt. Frank Brenner

USA 2007. Regie und Buch: Paul Thomas Anderson. Mit: Daniel Day-Lewis, Paul Dano, Kevin J. O’Connor, Ciarán Hinds, Dillon Freasier, Sydney McCallister, David Warshofsky. Disney. 158 Min. Ab 14. Februar 2008 im Kino.

 

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