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Stomp the Yard




Zwei Studentenverbindungen stehen sich scheinbar unversöhnlich gegenüber. Aggressiv nehmen sie Aufstellung zum Kampf.

Auf Kommando beginnt sich eine Gruppe zu rühren – athletisch und akrobatisch, rhythmisch und dynamisch, meist synchron und mit ausladenden Bewegungen unter Einsatz aller Extremitäten. Stepping wird solch eine Performance genannt, die in afroamerikanischen Verbindungen Tradition hat. Dabei handelt es sich weniger um Stepptanz als um eine moderne Version des Gumboot Dance, der im 19. Jahrhundert unter südafrikanischen Goldminenarbeitern als Ausdruck des Protests gegen ihre Unterdrückung aufkam. Die schwarzen US-Studenten haben ihn mit zeitgenössischen Tanzelementen und Formen des Cheerleadings angereichert.

Stomp the Yard bietet eine Vielzahl exzellenter Stepp-Choreografien, die Story aber ist dünn. Sie erzählt stereotyp vom rebellischen, ungestümen Kind, dessen Talent erst noch kanalisiert werden muss. Columbus Short, Schauspieler, Tänzer und als Choreograf für Britney Spears’ „In the Zone“-Tour 2004 verantwortlich, spielt diesen Helden namens DJ.

Ein Prolog zeigt den Mord an seinem Bruder nach einem gewonnenen Street-Dance-Wettbewerb in Los Angeles. Der trauernde DJ wird zwecks Neuanfangs zu Onkel und Tante nach Atlanta geschickt. Er schreibt sich an einem College ein, an dem das Stepping Tradition hat, verliebt sich in die Freundin (Meagan Good) eines steppenden Verbindungs-Mitglieds und mischt schließlich beim Konkurrenzteam mit, das bei der nationalen Meisterschaft zuletzt sieben Jahre lang unterlegen war.

Natürlich sieht der Plot in DJs neuerlicher Sozialisierung Rückschläge vor, natürlich bekommt er das Mädchen, und natürlich gewinnt sein Team, das seinen Ghetto-Tanzstil in die Choreografie integriert, den Titel. Sehr vorhersehbar ist das alles und unnötig in die Länge gezogen. Doch wie gesagt: Die Stepp-Szenen sind stark. UF

USA 2006. Regie: Sylvain White. Buch: Robert Adetuyi. Mit: Columbus Short, Meagan Good, Ne-Yo, Darrin Henson, Brian White, Laz Alonso, Harry Lennix. Sony. 114 Min. Ab 17. Mai 2007 im Kino.

 

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