Zur Jahrtausendwende wurden in Hollywood die Erlebnisse der vorwitzigen Maus „Stuart Little“ verfilmt, die auf den Kinderbuchklassikern E.B. Whites basierten. Der Stand der Technik hatte es seinerzeit möglich gemacht, die tolldreisten Abenteuer des Nagers überzeugend in einen Realfilm zu integrieren.
Nun hat man sich eines weiteren Bestsellers E.B. Whites angenommen, der Mensch-Tier-Freundschaftsgeschichte „Charlotte’s Web“. Darin nimmt sich Fern (junge Mädchen werden in Hollywoodfilmen momentan wohl nur noch von den Fanning-Schwestern gespielt, hier ist es mal wieder Dakota) der Obhut eines kleinen Ferkels an, das nicht stark genug ist, ohne menschliche Hilfe zu überleben.
Die Freundschaft weitet sich auf die anderen Tiere auf der Farm von Ferns Onkel aus, als ihr kleiner Wilbur aus Platzgründen in dessen benachbarten Stall umziehen muss. Um Wilbur davor zu bewahren, an Weihnachten in den Ofen zu wandern, lassen die plappernden Tiere ihren Einfallsreichtum spielen. Den größten Anteil daran hat die Spinne Charlotte, die in ihre Netze Botschaften schreibt, die auf die Einmaligkeit des quiekenden Vierbeiners aufmerksam machen.
Schweinchen Wilbur und seine Freunde ist ein reizender Film für Vor- und Grundschulkinder, der auf liebenswerte Art eine Freundschaftsgeschichte erzählt und darüber hinaus die Qualitäten von Spinnen preist, deren Leben verständlich macht und mithilft, den Ekel vor den wuseligen Achtbeinern abzubauen.
Für die deutsche Fassung hat man sich auf die Stammsprecher der US-Stars verlassen, die in der Originalversion ihre Stimmen liehen. So haben sich die treffenden Besetzungen, die John Cleese als Ober-Schaf, Robert Redford als alten Ackergaul oder Kathy Bates und Reba McEntire als zynische Kuhdamen präsentierten, hervorragend in die Synchronfassung herübergerettet. FB
USA/D 2006 (Charlotte’s Web) Regie: Gary Winick. Buch: Susannah Grant, Karey Kirkpatrick. Mit: Dakota Fanning, den Stimmen von Daniela Hoffmann, Karl Alexander Seidel, Michael Iwannek, Thomas Danneberg, Joseline Gassen, Rolf Schult, Regina Lemnitz. UIP. 113 Min. Ab 4. Januar 2007 im Kino. |
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