Die Wayans-Brüder hatten 1999 den Trend erkannt und die gerade wieder aufkommenden Teen-Horrorfilme mit ihrem albernen, wenig Geschmackssicherheit beweisenden Humor in Scary Movie durch den Kakao gezogen.
Im dritten Teil, dem bisherigen Tiefpunkt und unkomischsten Film der enorm erfolgreichen Reihe, hatte David Zucker den Platz auf dem Regiestuhl übernommen. Für Scary Movie 4 zeichnet er nun abermals verantwortlich und hat auch wieder seinen alten Kompagnon Leslie Nielsen als US-Präsident mit an Bord gebracht.
Wie schon in den Filmen davor hat man sich als Rahmen für die sketchhaften Sequenzen am Handlungsverlauf der hauptsächlich parodierten Filme orientiert. In diesem Fall sind das The Grudge – Der Fluch, Krieg der Welten und The Village – Das Dorf. Über den Humor kann man natürlich trefflich streiten, hier geht es jedenfalls, genau wie im Vorgänger, etwas weniger sexistisch zu, wobei ein Seitenhieb auf den schwulen Independent-Hit Brokeback Mountain keinesfalls fehlen durfte.
Die Erde wird gerade durch eine Alien-Attacke bedroht, als Cindy im Haus einer pflegebedürftigen Alten den Geist eines toten Kindes entdeckt. Dass alles irgendwie zusammenhängt, erfährt der Zuschauer am Ende des angenehm kurzen Ulkes, wenn auch der Jigsaw-Killer aus den Saw-Schockern ein weiteres Mal in Erscheinung tritt.
Gerade hinsichtlich der Verflechtung der Vorlagen zu einer schlüssigen Gesamthandlung kann man die Drehbuchautoren nur beglückwünschen. Auf diese Weise erhält der Film eine Qualität, die dem kunterbunten Zitatenpotpourri des ersten Scary Movies komplett abging. Altstar Leslie Nielsen stiehlt erneut allen die Show, wenn er auf grenzgeniale Weise das stupide Verhalten George W. Bushs parodiert, wie wir es in den Dokumentaraufnahmen aus Fahrenheit 9/11 gesehen haben. FB
USA 2006. Regie und Buch: David Zucker. Buch: Craig Mazin, Jim Abrahams. Mit: Anna Faris, Regina Hall, Craig Bierko, Simon Rex, Bill Pullman, Leslie Nielsen. Buena Vista. 83 Min. Ab 20. April 2006 im Kino.
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