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Rocky Balboa


Rocky begründete Mitte der 70er Jahre die Karriere des aus armen Verhältnissen stammenden Bodybuilders und Nebenrollendarstellers Sylvester Stallone.

Mit der Titelrolle des Underdogs, der sich ganz nach oben boxt, hatte sich der 30jährige den Part seines Lebens selbst auf den Leib geschrieben. Bis ins Jahr 1990 folgten vier Fortsetzungen, die das Grundthema nur unwesentlich variierten und selten mehr zu bieten hatten als phänomenal choreographierte Boxszenen und mitunter eine spannende Handlung. Doch schon in Rocky V war der gealterte Stallone weise genug, nicht mehr selbst in den Ring zu steigen, sondern im Film nur noch als Trainer zu fungieren.

Sechzehn Jahre später sieht das anders aus: Durch einen virtuellen Boxkampf zwischen dem Ex-Champ Rocky Balboa und dem amtierenden Schwergewichtsweltmeister Mason Dixon angestachelt, will es Rocky noch einmal wissen und fordert den Champion auch in Wirklichkeit heraus. Auf diese finale Konfrontation hin ist die Dramaturgie des ganzen Films ausgerichtet, doch jenes Greis-gegen-Weltmeister-Match kann es mit keinem der vorangegangenen Rocky-Finali aufnehmen.

Über der ganzen Handlung hängt zudem der Trauerkloß der an Krebs verstorbenen Rocky-Frau Adrian, die dem Boxer in unmotivierten Rückblenden und ebenso unnötigen Traumsequenzen erscheint. Doch eine Frau tritt auch im 6. Stallone-Box-Epos auf den Plan, eine erwachsen gewordene Teenagerin aus der Nachbarschaft, die nun selbst einen Teenager zum Sohn hat.

Mit ihr darf Held Stallone auch wieder selbst verfasste, an Belanglosigkeit kaum mehr zu übertreffende Dialogzeilen austauschen, die einen Großteil dieses arg berechnenden Comebackversuchs dominieren. Die Musik Bill Contis ist das einzige, was sich über die drei Jahrzehnte hinweg seine Qualität erhalten konnte. FB

USA 2006. Regie und Buch: Sylvester Stallone. Mit: Sylvester Stallone, Burt Young, Antonio Tarver, Milo Ventimiglia, Geraldine Hughes, James Frances Kelly III., Tony Burton, Peo Lovell. Fox. 102 Min. Ab 8. Februar 2007 im Kino.

 

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