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'Blair Witch Project' in einem spanischen Mietshaus – mit einer Prise '28 Days Later'.


'Blair Witch Project' in einem Mietshaus in Spanien. Bis in einzelne Szenen hinein wurde das bekannte Vorbild hier kopiert. Noch eine Prise '28 Days Later' und Anleihen bei sämtlichen Horrorfilmen, die in einem Haus spielen oder einfach in den letzten Jahren herausgekommen sind ('Creep', 'The Descent') und schon kriegt man Preise hinterher geschmissen.

Die Fernsehmoderatorin Ángela und ihr Kameramann Pablo begleiten ein paar Feuerwehrmänner zu einem Einsatz in einem alten Mietshaus. Als sie mit der Polizei zusammen die Wohnung einer alten Frau stürmen, werden sie von dieser angegriffen, wobei es Schwerverletzte gibt, denn die Frau scheint wie tollwütig zu sein. Die Polizei und das Gesundheitsamt riegeln derweil das Haus mitsamt aller sich darin befindlichen Menschen aus mysteriösen Gründen ab. Angst, lauthals ausgetragene Konflikte zwischen den Leuten und seltsame „Tollwut“-Attacken werden in verwackelten Bildern eingefangen, und ein Geheimnis wird gelüftet...

Was Jaume Balagueró ('Darkness') und Paco Plaza hier fabriziert haben, hätte jeder Amateurfilmer mit Präferenzen für das Horrorgenre auch hinbekommen können. Eine bis zur Unkenntlichkeit verwackelte Kameraführung, ständiges Geschrei und altbekannte Szenarien (Lichtausfall etc.) und Schockeffekte zerren nicht an den Nerven, sondern gehen auf ebendiese. Wofür dieser Film Auszeichnungen erhalten hat, ist ein größeres Mysterium als das in diesem Film thematisierte. Was bleibt, ist: Viel audiovisueller Lärm um nichts! Thomas Hemsley

E 2007. Regie und Buch: Jaume Balagueró, Paco Plaza. Buch: Luis Berdejo. Mit: Manuela Velasco, Vicente Gil, Ferran Terrazza, Pablo Rosso, Martha Carbonell, Manuel Bronchud. 3L. 78 Min. Ab 8. Mai 2008 im Kino.

 

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