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Prater


Ulrike Ottinger, die vielleicht bekannteste deutsche Experimentalfilmerin, hat neben Filmen wie Freak Orlando oder Madame X auch immer wieder Dokumentarisches gedreht.

Ihr neuester Dokumentarfilm nähert sich in essayistischer Manier dem Wiener Prater.

Der bekannte Vergnügungspark ist für Ottinger ein nahe liegender Ort, scheinen doch viele der felliniesken Figuren ihrer Spielfilme dem Vaudeville zu entstammen. Ottinger nutzt das Befremdliche der Gaukler, Geisterbahnen, Theater und Obskuritätenshows, um historisch in die Entwicklung des Praters und somit in die Zeitgeschichte mit ihren ganz speziellen Vergnügungsformen zu Beginn der Technisierung einzutauchen.

Das Ungewöhnliche, das Fremde und das Abenteuer als Attraktion: Vor den Achterbahnen und Autoscootern fanden sich hier Spiegelkabinette, Schlangenmenschen und sogar ganze afrikanische Dörfer. Ein Kuriositätenkabinett, das Ottinger mit ihrem historischen Streifzug wiedererweckt. CM

D/A 2007. Regie und Buch: Ulrike Ottinger. Mit: Elfriede Jelinek, Elfriede Gerstl, Ursula Storch, die Stimme von Peter Fitz. Salzgeber. 105 Min. Ab 6. Dezember 2007 im Kino.

 

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