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Penelope

Außenseiter-Märchen, das famos beginnt, dann jedoch zur zweitklassigen Romanze verkommt.


Es beginnt alles höchst märchenhaft: Die junge Penelope ist mit einem Fluch belegt. Bis sie ihre wahre Liebe gefunden hat, läuft sie mit einer Schweinsnase rum.

Das macht die Suche nach dem Zukünftigen natürlich umso schwerer, zumal dieser auch noch blauen Blutes sein soll. Ihre überemsige Mutter hat das Casting längst in ihre Hände genommen und lädt einen Prinz nach dem anderen in das Anwesen. Dabei unterschreibt jeder der potenziellen Kandidaten eine Erklärung, wonach er sich zu Stillschweigen über das Antlitz Penelopes verpflichtet. Doch wenn diese erstmal erscheint, nehmen alle Reißaus. Bis auf einen. Der gibt sich allerdings nicht nur für einen anderen aus als er ist, er schleust sich auch noch in die Warteschlange mit bösen Hintergedanken: Aus akuter Geldnot willigt der notorische Glücksspieler ein, Fotos von der mysteriösen Braut zu machen. Doch Lügen und Intrige haben im Märchenreich noch niemanden weit gebracht.

Wähnt man sich anfangs in einer Welt, die mit seinem knallbunten Art-Design auch den schrägen Phantasien Tim Burtons entsprungen sein könnte, so droht die Geschichte von Emmy-Gewinnerin Leslie Caveny leider zunehmend in seichten Gewässern unterzugehen. Die Moral des hässlichen Entleins, das durch Selbstliebe zum Schwan heranwächst, mag ja unterstützenswert sein. Mit Christina Ricci wurde allerdings eine Aktrice gewählt, die selbst mit Rüssel noch bezaubernd schön die Leinwand zum Strahlen bringt. Lars Tunçay

GB/USA/D 2006. Regie: Mark Palansky. Buch: Leslie Caveny. Mit: Christina Ricci, James McAvoy, Reese Witherspoon, Catherine O’Hara, Richard E. Grant, Simon Woods, Peter Dinklage. Capelight. 101 Min. Ab 5. Juni 2008 im Kino.

 

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