
Nanna Maria hat ein reiches und bewegtes Leben im Kreise einer großen Familie gelebt, als Matriarchin auf den Fidschi-Inseln und schließlich als Großmutter in einer Vorstadtsiedlung Neuseelands. Doch es ist still geworden, die Generationen haben sich zerstritten und vom einstigen familiären Zusammenhalt ist nicht mehr viel zu spüren.
Deswegen möchte Nanna noch einmal ein großes Fest wie in den guten alten Zeiten feiern, zu dem all ihre Enkel erscheinen sollen – ihre „missratenen“ Kinder und Außenstehende, sprich: die Lebenspartner ihrer Enkel, möchte sie lieber nicht dabei haben. Eine echte organisatorische Herausforderung, von der am Ende natürlich auch die übergangene Generation Wind bekommt und im Haus Nr. 2 zu einem Fest der Emotionen, Erinnerungen und Aussöhnungen vorbeischaut.
Nur wenige neuseeländische Filme finden ihren Weg auf hiesige Leinwände, doch jene, die wir auch in Deutschland zu sehen bekommen, hinterlassen bleibende Eindrücke, wie zuletzt The Whale Rider von Niki Caro.
Toa Fraser verfilmte mit No. 2 sein selbstverfasstes Bühnenstück und wählte für die einnehmende Hauptrolle die amerikanische Schauspielveteranin Ruby Dee aus. Dieser überaus talentierten Mimin ist es zu großen Teilen zu verdanken, dass Frasers Film nicht in sentimentale Gewässer abgleitet, was bei einer Geschichte um eine Familienzusammenführung zum Lebensende allzu leicht hätte passieren können.
Zusammen mit ihrem unlängst verstorbenen Ehemann Ossie Davis gehört Ruby Dee schon seit Jahrzehnten zu den angesehensten und vielseitigsten Künstlern Amerikas, deren Wirken hierzulande bislang leider weitgehend unbeachtet blieb. Toa Fraser hat ihr hier eine überaus sympathische Altersrolle beschert, die er auf versierte Weise ins Zentrum einer mit einem Augenzwinkern erzählten Familiengeschichte eingeflochten hat. FB
NZ 2005. Regie und Buch: Toa Fraser. Mit: Ruby Dee, Mia Blake, Rene Naufahu, Miriama McDowell, Taungaroa Emile, Xavier Horan, Tuva Novotny. Arsenal. 94 Min. Ab 26. Oktober 2006 im Kino. |
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