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Nichts geht mehr

Wo sind „Harry und Toto“, wenn man sie am meisten braucht?


Die Revierbullen haben wohl gerade ihren freien Tag oder posieren für einen Privatsender vor der Fernsehkamera, als die Brüder August und Konstantin in Bochum des Nachts Verkehrsampeln übermalen und damit den Berufsverkehr des nächsten Tages komplett lahm legen.

Ihre Aktivitäten werden in der Öffentlichkeit schnell als terroristische Aktivität gebrandmarkt, was die Brüder zur Flucht nach Hannover treibt. Doch auch dort geraten sie in den Sog autonomer Kreise und hecken schon bald Pläne für eine ungleich größere Störaktion aus.

Florian Mischa Böders Debütfilm krankt darunter, dass er sich nicht so richtig darüber klar werden kann, was er seinem Publikum hier eigentlich präsentieren will. Zu Beginn, wenn das subversive Duo eingeführt wird und mit seinen ungeschickten Streichen für Belustigung sorgt, wähnt man sich noch in einer sympathischen Ruhrgebietskomödie. Doch im Laufe der Handlung schleichen sich mehr und mehr kritische Töne in die Geschichte, die sich aber nie zu einer ernstzunehmenden Aussage formen mögen. So mäandert der Film zwischen Liebes- und Geschwisterdrama, zwischen Sozialsatire und politischem Propagandastreifen, ohne zu einer geschlossenen Einheit zu finden. Thomas Steffens

D 2007. Regie und Buch: Florian Mischa Böder. Buch: Alexander Pelluci. Mit: Jörg Pohl, Jean Luc Bubert, Nadja Bobyleva, Susanne Bormann, Oliver Bröcker, Tanja Bißling, Heike Thiem-Schneider, Bernhard Marsch. Alpha Medienkontor. 87 Min. Ab 8. Mai 2008 im Kino.

 

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