
Vor dem Showdown sagt der hellseherisch begabte Filmheld Nicolas Cage dem deutschen (!) Filmbösewicht ein schlimmes Ende voraus. Der Kritiker indes blieb ungewarnt! Was wäre ihm alles erspart geblieben? Eine sich in digital aufgemotzten Verfolgungsjagden erschöpfende, unfreiwillig komische Fang-mich-wenn-Du-kannst-Story um einen drittklassigen Las-Vegas-Zauberer namens Frank Cadillac (Cage), der seine Fähigkeit, zwei Minuten in die eigene Zukunft zu sehen, lieber dazu nutzt, Mädels rumzukriegen, anstatt beim Krieg gegen den Terror zu helfen (okay – das ist so abstrus gar nicht), bis ihn das FBI um Hilfe bittet, weil eine europäische Terrorbande Hollywood zu Asche bomben will (auch das kann man nach dem Film nachvollziehen).
Dazu eine verheizte Juliane Moore und eine weitere mimische Minimalleistung von Cage, der wieder einmal miese Toupets aufträgt – diesmal das von Tom Hanks aus Da Vinci Code.
Fürwahr ein programmatischer Titel: Next ist der nächste Schritt im Bemühen überkandidelter Hollywood-Produzenten, mit Hilfe eines Overkills an Special Effects formelhaftes, geist- und seelenloses Gelddruck-Kino zu generieren. MPH
USA 2006. Regie: Lee Tamahori. Buch: Gary Goldman, Jonathan Hensleigh, Paul Bernbaum. Mit: Nicolas Cage, Julianne Moore, Jessica Biel, Thomas Kretschmann, Tory Kittles, Peter Falk. Universal. 96 Min. Ab 19. Juli 2007 im Kino.
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