
Nachts im Museum ist so etwas wie das Treffen der Komikergenerationen: Neben Hauptdarsteller Ben Stiller, an dessen Seite mit seinem treuen Kumpan Owen Wilson und seinem britischen Kollegen Steve Coogan die aktuelle Comedy-Garde vertreten ist, glänzen Robin Williams als Vertreter der vorangegangenen Generation und mit Dick Van Dyke, Bill Cobbs und Mickey Rooney die stattlichen Veteranen der Filmgeschichte.
Letzterer steht seit mittlerweile fast 80 Jahren vor den Kameras und konnte 2006 seinen 86. Geburtstag feiern. Für solch eine illustre Truppe braucht man wahrlich ein ausgeklügeltes Drehbuch, das diesen unterschiedlichen Talenten gerecht wird und das Publikum gleichermaßen in den Bann zieht.
Nachts im Museum beruht auf dem Bilderbuch des Kroaten Milan Trenc, der darin im Jumanji-Stil die Geschichte eines Museums erzählt, in dem die Exponate auf wundersame Weise nachts zum Leben erwachen. Das muss Ben Stiller in der Rolle des neuen Nachtwächters ohne Vorwarnung am eigenen Leib erfahren, als der Loser seine zigste neue Stellung im New Yorker National History Museum antritt.
Das Skelett des Tyrannosaurus Rex will Stöckchen apportieren, Attila der Hunne ist weit weniger verspielt und möchte den staunenden Larry am liebsten auf der Stelle vierteilen. Wie gut, dass Robin Williams als Teddy Roosevelt zu Hilfe eilt. Shawn Levys (Der rosarote Panther) Inszenierung hat Schmiss und bietet durchweg jede Menge erstklassige Action, kuriose Schauwerte und für einen amerikanischen Film unserer Tage erstaunlich subtilen Humor.
Darüber hinaus macht er unaufdringlich Werbung für Museen und die Lust, sich mit geschichtlichen Belangen auseinanderzusetzen. Selbst die Moral, die Loser Larry am Ende doch zum Vorbild-Vater wandelt, kann man dem netten Zeitvertreib nicht übel nehmen. FB
USA 2006 (Night at the Museum) Regie: Shawn Levy. Buch: Ben Garant, Thomas Lennon. Mit: Ben Stiller, Carla Gugino, Dick Van Dyke, Robin Williams, Mickey Rooney, Ricky Gervais, Bill Cobbs, Steve Coogan. Fox. 108 Min. Ab 28. Dezember 2006 im Kino. |
|