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Memory Books – Damit du mich nie vergisst…


Beeindruckender Dokumentarfilm über aidskranke Mütter in Uganda, die ihre Kinder mit Hilfe von Erinnerungsbüchern auf ihren bevorstehenden Tod vorzubereiten versuchen.

Etwa zwei Millionen Waisen leben in Uganda; Kinder, die ihre Eltern durch den HI-Virus verloren haben und fortan auf sich alleine gestellt sind. Daher hat die Organisation NACWOLA ein besonderes Projekt ins Leben gerufen, um gegen Vorurteile und Unwissenheit anzukämpfen:

Sie helfen den Infizierten im Umgang mit der tödlichen Krankheit und bringen ihnen bei, Erinnerungsbücher für ihre Kinder zu schreiben. In diese Bücher schreiben die Mütter zusammen mit ihren Kindern Anekdoten und Familiengeschichten, Erinnerungen und Stammbäume, Zukunftswünsche und Ratschläge.

Bei all der Schwere des Themas ist der Film weder rührselig noch belehrend. Filmemacherin Christa Graf stellt die Mütter und ihre jeweiligen Geschichten in den Vordergrund, ohne sich auffällig einzumischen. Durch die starken Persönlichkeiten, geschickte Übergänge und einnehmende Bilder ist eine kurzweilige Dokumentation entstanden, die trotz der Interviewsituationen fast Spielfilmcharakter hat. Damit hat das Projekt der „Memory Books“ eine adäquate Umsetzung gefunden, der es gelingt gleichzeitig ein warmherziges Porträt der dargestellten Menschen zu schaffen und über den Umgang mit AIDS in Afrika aufzuklären. Diana Kapke

D/CH 2008. Regie und Buch: Christa Graf. Kamera: Roland Wagner. Musik: Gert Wilden Jr. Schnitt: Carmen Kirchweger. Sprecherin: Eva Mattes. Stardust. 94 Min. Ab 1. Mai 2008 im Kino.

 

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