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Ein Mann für alle Unfälle

Lesen denn die Highschool-Jungs von heute keine Klatschblätter? Owen Wilson hat doch gerade einen Selbstmordversuch hinter sich – wie kann er denn da zum Bodyguard taugen?


In Amerika genießen die Komödien aus dem Umfeld des Autors, Regisseurs und Produzenten Judd Apatow ('Jungfrau (40), männlich, sucht…') absoluten Kultstatus – und stürmen mit schöner Regelmäßigkeit die Box-Office-Charts. Hierzulande tut man sich indes etwas schwerer mit den lauten ('The Cable Guy – Die Nervensäge') und nur mitunter peripher tiefgründigeren Klamotten ('Superbad'), die ständig nach dem gleichen Prinzip gestrickt sind und, nachdem man einige von ihnen gesehen hat, durch ihre Vorhersehbarkeit zu langweilen beginnen.

Hier wird schon in den ersten Minuten klar, was die Stunde geschlagen hat, wenn nacheinander ein klapperdürrer (Nate Hartley) und dann ein stark übergewichtiger Schüler (Troy Gentile) als beste Freunde eingeführt werden. Die beiden werden es durch ihre körperlichen Unzulänglichkeiten an der neuen Highschool nicht einfach haben. Zusammen mit einem Zahnspange tragenden Zwerg (David Dorfman) werden sie schon bald zur Zielscheibe des Highschool-Rowdys (Alex Frost), was sie schließlich veranlasst, in einem Lebenskünstler (Owen Wilson) einen Bodyguard zu engagieren, der sie vor körperlichen Übergriffen schützen soll.

Was die drei jedoch nicht wissen, ist, dass Drillbit Taylor nur auf die Bezahlung scharf ist und schon seine Flucht nach Kanada plant. Es sind leider gerade mal eine Handvoll Gags, die bei diesem Film funktionieren, was seine Existenzberechtigung keineswegs rechtfertigt. Selbst die vielleicht etwas schneller und einfacher zufrieden zu stellenden Teenager werden hier mit etlichen Durststrecken leben müssen. Eine enttäuschende Möchtegern-Komödie, die man im Handumdrehen wieder vergessen hat. Thomas Steffens

USA 2007 (Drillbit Taylor) Regie: Steven Brill. Buch: Kristofor Brown, Seth Rogen. Mit: Owen Wilson, Troy Gentile, Nate Hartley, David Dorfman, Alex Frost, Leslie Mann, Danny McBride, Josh Peck. Universal. 102 Min. Ab 15. Mai 2008 im Kino.

 

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