Die hübsche und erfolgreiche Mode-Assistentin Jacks hat es bislang noch nicht geschafft, den Mann fürs Leben zu finden. Dafür verkuppelt sie umso lieber ihre Freunde.
Als sie glaubt, für ihren schwulen WG-Partner Peter in Paolo den Richtigen gefunden zu haben, übersieht sie, dass dieser ein Auge auf sie geworfen hat. Noch bevor die ersten Bilder über die Leinwand flimmern, weisen uns die in Schreibmaschinenschrift eingeblendeten Drehbuchanweisungen darauf hin, dass wir es hier mit einem fiktiven Stoff zu tun bekommen.
Diese gespielte Selbstreferenzialität leitet Regisseur und Drehbuchautor Alek Keshishian von der Tatsache ab, dass einer seiner Protagonisten, Peter, ein Möchtegern-Drehbuchautor ist, der bislang nur noch nicht den richtigen Stoff für sein erstes großes Werk gefunden hat. Im Laufe der Handlung wird es immer wieder ironisch gebrochene Anspielungen mit Selbstbezug geben, die einen Großteil des Charmes dieses Filmes ausmachen, der am Ende in einer entsprechenden, sehr geglückten Schlusssequenz gipfelt.
Wo der Film leider weit weniger gut funktioniert, ist die Ebene der boulevardesken Verwirrungen und Verwechslungen. Die Parallelen zu den Werken Neil Simons sind unverkennbar (er wird sogar explizit im Film genannt), aber die Gagdichte und Treffsicherheit der Dialoge kann leider nicht annähernd an die Arbeiten des großen Vorbildes ('Ein seltsames Paar', 'Plaza Suite') heranreichen.
Dass Jacks ihren neuen Kollegen Paolo offensichtlich für schwul hält und sie diesen dann viel lieber mit ihrem besten Kumpel verkuppeln will als dessen Avancen tatsächlich auf sich zu beziehen, so wie sie gemeint sind, liefert natürlich einen spannungsreichen Ausgangspunkt für ein Karussell der Verwicklungen, der noch durch zusätzliche Nebenfiguren und -handlungen weiter angereichert wird.
Diese Konstellationen allein reichen schon aus, um genügend Kurzweil zu bieten, wenngleich ein paar pfiffigere Dialoge und Gags hier nicht geschadet hätten. Positiv wirkt sich indes auch aus, dass man Keshishian glaubt, dass in dem Stoff persönliches Herzblut steckt (immerhin ist dies der erste Film des 'In Bed With Madonna'-Regisseurs seit elf Jahren). Die liebenswerte Botschaft, die er seinem Publikum am Ende mit auf den Weg gibt, gerät dabei ebenso überzeugend wie der ironische Blick auf die Art, wie Hollywood normalerweise mit derartigen Geschichten umspringt. Frank Brenner F/GB 2005. Regie und Buch: Alek Keshishian. Mit: Brittany Murphy, Matthew Rhys, Santiago Cabrera, Catherine Tate, Jamie Sives, Stephanie Beacham, Philippine Leroy-Beaulieu. 3-L. 90 Min. Ab 13. März 2008 im Kino.
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