Am 60. Geburtstag ihres Vaters lernt Jara (Netta Garti) einen seiner ältesten Freunde aus Jugendtagen kennen. Arie (Rade Sherbedgia) hatte die letzten 20 Jahre in Paris verbracht und ist erst jetzt nach Jerusalem zurückgekehrt.
Jara ist vom Charme des Mannes eingelullt und verfällt dessen widersprüchlichen Charaktereigenschaften. Dabei vernachlässigt sie nicht nur ihren liebevollen Ehemann, sondern übersieht auch den emotionalen Aufruhr, den Aries Rückkehr im Leben ihrer Eltern ausgelöst hat.
Maria Schrader (Aimée und Jaguar) hat sich bislang erst einmal auf dem Regiestuhl versucht, 1998 zusammen mit ihrem damaligen Lebenspartner Dani Levy bei Meschugge. Nun hat sie sich einen Roman der israelischen Bestsellerautorin Zeruya Shalev vorgenommen und an Originalschauplätzen in Israel ein Liebesdrama zwischen zwei sehr unterschiedlichen Menschen inszeniert.
Allzu oft arbeitet die Debütantin Schrader dabei mit metaphorischen Einsprengslern, insbesondere Tiere werden hier wiederholt mit mystischer Symbolik aufgeladen, die einen unangenehmen Nachgeschmack hinterlässt. Hinzu kommt ein allzu männlicher Blick beim Inszenieren einiger typischer Altherrenphantasien, die man bei einer Frau auf dem Regiestuhl kaum vermutet hätte.
Diese Mankos wiegen so schwer, dass man darüber fast einige gelungene Szenenwechsel und das durchaus interessante Spiel der hierzulande weitgehend unbekannten Darsteller vergisst. Maria Schrader hätte zwar nicht unbedingt das Gagfeuerwerk eines Dani Levy kopieren müssen, aber etwas mehr Humor hätte ihrem Film sicherlich nicht geschadet. TS D/ISR 2007 (Haye ahavah) Regie und Buch: Maria Schrader. Buch: Laila Stieler. Mit: Netta Garti, Rade Sherbedgia, Tovah Feldshuh, Stephen Singer, Ishai Golan, Arie Moskona, Caroline Silhol. X Verleih. 113 Min. Ab 8. November 2007 im Kino.
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