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Der Krieg des Charlie Wilson


Die frühen 1980er: Afghanistan liegt im Krieg mit den Russen. Aufgrund der Initiative des US-Kongressabgeordneten Charlie Wilson machen die Vereinigten Staaten 500 Millionen Dollar locker, um den bis dahin größten verdeckten Krieg ihrer Geschichte zu finanzieren.

Augenzwinkernd vollzieht Regisseur Mike Nichols (Die Reifeprüfung) die Bemühungen des charmanten Patrioten Charlie Wilson (Tom Hanks) nach, der dabei von CIA-Agent Gust Avrakotos unterstützt wird (großartig zynisch: Philip Seymour Hoffman).

Die gelungene satirische Geschichtsstunde erzählt vom Krieg und von der Befreiung und Zerstörung eines Landes durch die Politik einer Weltmacht, deren Weitsicht sich nur auf die nächste Wahlperiode beschränkt: Zum Sieg reicht der Nation der Rückzug des Gegners. Doch nach der Wahl versäumt sie, sich dem Wiederaufbau zu widmen und hinterlässt im befreiten Land den Grundstein für neue Todfeinde. Damit erhält die gelungene Farce direkte Bezüge zum aktuellen Weltgeschehen und veranschaulicht, wie wenig die Menschheit sowohl aus der Geschichte als auch aus so wunderbaren Filmen wie diesen lernt.

Sternabzug für die Besetzung von Julia Roberts, die hier trotz vieler Schminke der an sich hübsch ausgedachten Rolle einer toughen Jet-Set-Hobby-Patriotin nicht gewachsen ist. HE

USA/D 2007 (Charlie Wilson’s War) Regie: Mike Nichols. Buch: Aaron Sorkin. Mit: Tom Hanks, Julia Roberts, Philip Seymour Hoffman, Amy Adams, Ned Beatty, Emily Blunt, Om Puri. Universal. 97 Min. Ab 7. Februar 2008 im Kino.

 

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