In 'Kontakt' treten in dieser anrührenden Parabel zwei Außenseiter in Mazedonien: Zana wird aus der Psychiatrie entlassen und Janko aus dem Gefängnis. Beide müssen ihren Platz räumen, weil Kriegsverbrecher sich dort einen Zufluchtsort erkaufen.
Die beiden teilen die Schwierigkeit, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren und kommen sich langsam immer näher, während Janko Zanas Haus renoviert.
Sergej Stanojkovskis Spielfilmdebüt ist einer jener Filme, die keinen großartigen Plot brauchen, sondern einfach eine Geschichte erzählen – und dies auf einfache und bezaubernde Weise. Gleich zu Beginn wird der Zuschauer in einen scheinbaren Märchenkosmos gezogen, der durch Peer Rabens Musik (u. a. 2046), Labina Mitevskas Darstellung der verunsicherten Zana und die Einführung einiger schrulliger Charaktere stark an die "Welt der Amélie" erinnert.
So kommt es dann auch, dass bei aller ernster Thematik kein schwermütiges Gefühl entsteht. Vielmehr vermittelt einem 'Kontakt' den Eindruck, einen Funken Schönheit im tristen Alltag entdeckt zu haben. Diana Kapke D/MAZ/F 2005. Regie und Buch: Sergej Stanojkovski. Buch: Gordan Mihic. Mit: Labina Mitevska, Nikola Kojo, Petar Mircevski, Vesna Petrushevska, Vladimir Endrovski, Emil Ruben. Filmlichter. 120 Min. Ab 27. März 2008 im Kino.
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