Klick ist sicherlich nicht Adam Sandlers witzigster Film – aber er gehört definitiv zu seinen bewegendsten. Sandler spielt einen Mann mit einer liebenswerten Familie, der so von seinem Job besessen ist, dass er diese sträflich vernachlässigt.
Als er sich eine Universalfernbedienung kaufen möchte, um sein Leben zu vereinfachen, trifft er im Laden auf den mysteriösen Morty (der gleichermaßen witzige wie exzentrische Christopher Walken), der ihm weit mehr andreht, als er haben wollte: Eine Fernbedienung, mit der man sein ganzes Leben kontrollieren kann – von der Lautstärke des Gekläffs seines Hundes bis zu seiner eigenen Audiokommentarspur (die in der Originalfassung von der „Darth Vader“-Stimme James Earl Jones gesprochen wird).
Ab hier zeigt der Film exemplarisch die Gefahren auf, die entstehen können, wenn man sein Leben ständig im Schnellvorlauf lebt. Wenn man immer sämtliche Krankheiten, Streitereien und alle anderen unangenehmen Dinge des Lebens überspringt, wie kann man dann würdigen, was übrig bleibt?
Sandlers Figur bekommt die Chance zu sehen, wie ihr Leben wäre, wenn es vom Autopiloten gesteuert würde. Das Ergebnis ist eine durchgeknallte Variante von James Stewarts Erfahrungen aus Ist das Leben nicht schön?
Schade ist, dass sich Sandler einmal mehr auf abgedroschene Pubertätswitzchen verlässt. Der Film hätte um einiges lustiger sein können ohne die Furz- und Verdauungsblödeleien oder den Running Gag um den Familienhund, der besessen ist von einem Stofftier.
Ein weiterer Schwachpunkt liegt bei Kate Beckinsale in der Rolle von Sandlers Ehefrau, die unglaublich verständnisvoll auf all seine Kindereien reagiert. Trotz alledem ist die Botschaft des Films – wie wichtig es ist, der Familie mehr Bedeutung beizumessen – und die ziemlich clevere Art, wie diese transportiert wird, Grund genug, sich Klick einmal anzuschauen. LD
USA 2006 (Click) Regie: Frank Coraci. Buch: Steve Koren, Mark O’Keefe. Mit: Adam Sandler, Kate Beckinsale, Christopher Walken, David Hasselhoff, Henry Winkler, Julie Kavner. Sony. 107 Min. Ab 28. September 2006 im Kino. |
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