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Khadak


Als der 17jährige Bagi, der mit seinem Großvater und seiner Mutter in der mongolischen Steppe ein bäuerliches Leben führt, während eines vermeintlichen epileptischen Anfalls Visionen hat, glaubt seine Familie, dass er ein Schamane ist.

Wegen einer angeblichen Tierseuche wird die Familie von der Regierung verbannt. In der modernen Welt einer Bergarbeiterstadt wird der triste Alltag Bagis von weiteren Visionen, kleinkriminellen Aktivitäten und einer sich anbahnenden Liebe mit einer anderen Kleinkriminellen aufgebrochen. Zusammen mit einer kleinen Gruppe Umweltaktivisten und „geleitet“ von seinen Visionen entdeckt er, dass die Tierseuche nur ein Vorwand war, das Nomadenleben in der Steppe auszumerzen, und versucht, eine kleine Revolution anzuzetteln.

Obwohl die Regisseure Jessica Woodworth und Peter Brosens anhand der Bilder und Musik (u.a. die der mongolischen Rockgruppe Altan Urag) eine gewisse Suggestivkraft entwickeln können, stören einige Tableaux den Erzählfluss – vor allem gegen Ende. Das führt leider dazu, dass einem auffällt, wie wenig man letzten Endes über den Schamanismus erfährt, wie unterentwickelt die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander (Liebe, Familie) bleiben und wie dünn die Botschaft über das Ungleichgewicht, in das wir die Welt gebracht haben, eigentlich ist. So einfach lassen sich fernöstliche Topoi und Bildersprache wohl nicht in das Korsett westlichen Erzählkinos – das die Regisseure eben doch bedienen wollen – zwängen. Sehenswert ist der Film aber nichtsdestotrotz. Thomas Hemsley

B/D/NL 2006. Regie und Buch: Peter Brosens, Jessica Woodworth. Mit: Batzul Khayankhyarvaa, Tsetsegee Byamba, Damchaa Banzar, Tserendarizav Dashnyam, Dugarsuren Dagvadorj. Farbfilm. 104 Min. Ab 17. April 2008 im Kino.

 

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