
Die Frage, die der Film im Titel stellt, muss mit „Nein“ beantwortet werden – zunächst jedenfalls. Denn als der Geschäftsmann Lucas sich für die Künstlerin Elsa zu interessieren beginnt, setzt er mit Hilfe eines Detektivs ein Überwachungs-Programm in Gang, als sei Al Quaida im Anmarsch. Die Bespitzelung funktioniert allerdings nicht. Und damit ist man beim Kernanliegen des Regisseurs und Co-Autors Pierre Jolivet.
In seiner Version ist die Liebe ein Mysterium, der man das Geheimnisvolle nicht rauben darf. Und wer die Liebe kontrollieren will wie einen Geschäftsvorgang, verscheucht sie nur.
Verpackt ist die Geschichte in sehr pointierte und mit trockenem Humor versetzte Dialoge. Demgegenüber fällt die Bildsprache etwas karg aus – auch wenn es immer schön anzusehen ist, wenn Sandrine Bonnaire böse wird. VM
F 2007 (Je crois que je l’aime) Regie und Buch: Pierre Jolivet. Buch: Simon Michael. Mit: Sandrine Bonnaire, Vincent Lindon, François Berléand, Liane Foly, Venantino Venantini. Arsenal. 90 Min. Ab 19. Juli 2007 im Kino.
> Offizielle Webseite (Deutschland) |