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Kain no matsuei


Kennen Sie Kawasaki? Ja klar, die Marke kennen Sie. Aber die japanische Industriestadt gleichen Namens kennen Sie sicher nicht. Und um es deutlich zu sagen: Sie haben auch nichts verpasst.

In Oku Shutaros Film 'Kain no matsuei' ist Kawasaki Handlungsort schräger Geschehnisse – wieder einmal so ein japanisches Werk mit einem absurden Humor, der uns Europäern zumeist fremd ist.

Der perspektivlose Munakata, der einst mit 15 seine Mutter ins Jenseits beförderte, kommt nach zehn Jahren Knast in die Stadt, um hier eine Arbeitsstelle bei einer Elektronikfirma anzutreten. Wäre er mal lieber im Gefängnis geblieben: Das ihm zugewiesene kleine Zimmer mit dem Bretterverschlag und dem harten Bett wirkt noch schlimmer als eine Gefängniszelle. Und der Job ist so öde wie die Stadt selbst. Der zwielichtige Matsumura, Kopf einer merkwürdigen buddhistischen Bewegung, hat da leichtes Spiel bei Munakata und bietet ihm einen Nebenjob an: Er soll handelsübliche Fernbedienungen zu Waffen umbauen. Doch ist das die Perspektive, auf die Munakata gehofft hat?

Zwischen den Zeilen ist Shutaros Werk eine interessante Kritik an der überdrehten, aber kalten japanischen Gesellschaft – doch wie gesagt: Diesen Humor muss man mögen! Holger Kreymeier

J 2006. Regie und Buch: Oku Shutaro. Mit: Kazushi Watanabe, Tomorowo Taguchi, Shungiku Uchida, Arata Furuta, Sachie Yo, Kentaro Kishi. F.d.d.K. 90 Min. Ab 10. April 2008 im Kino.

 

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