Als David Rice in eine lebensgefährliche Situation gerät, erkennt er, dass er sich mit seiner Willenskraft im Nullkommanichts an jeden beliebigen Ort versetzen kann. Er ist ein „Jumper“. Im Laufe der Zeit zieht er immer mehr persönlichen Nutzen aus seiner Fähigkeit, bis eine Jagd auf ihn eröffnet wird.
Doug Liman ist einer der innovativen jungen Filmemacher in Hollywood, der sich mit seinen ersten Arbeiten 'Swingers' und 'Go!' schnell einen Namen machen konnte. Sein Stil ist schmutzig und schnell, und so verwundert es nicht, dass wir ihm und seiner Inszenierung von 'Die Bourne Identität' zu verdanken haben, dass der Spionagethriller nicht nur wieder in Mode kam, sondern auch ein neues, raues Antlitz verpasst bekam.
Seit 'Mr. und Mrs. Smith' hatte sich Liman auf Produzententätigkeiten beschränkt und in dieser Funktion die Bourne-Fortsetzungen mitverantwortet. Mit 'Jumper' ist er nun nach drei Jahren Pause auf den Regiestuhl zurückgekehrt. Wenngleich sich die Innovationen dieses Mal in Grenzen halten, ist es Liman dennoch gelungen, einen kurzweiligen und optisch ansprechenden Film für die Popcorn-Generation zu drehen.
In der Titelrolle als Ortswechsler mit latentem Größenwahn ist der charismatische Hayden Christensen zu sehen, der bereits in der neuen Star Wars-Trilogie den Verlockungen der dunklen Seite nicht widerstehen konnte und zu Darth Vader mutierte. Seiner Figur wird hier Tiefgang verliehen, indem auf das schwierige Verhältnis in seinem Elternhaus eingegangen wird, was schließlich gegen Ende eine unerwartete Auflösung erfährt. Ihm zur Seite ist ein weiterer „Jumper“ mit einem gänzlich anderen Typ Schauspieler besetzt: Jamie Bell ist auch hier wieder der Außenseiter und Loner, der sich mit seiner Sonderposition arrangiert zu haben scheint. Und als „Paladine“ macht ein mit weißem Haupthaar versehener Samuel L. Jackson gnadenlos Jagd auf alle „Jumper“, die er für die Brutstätte des Bösen hält.
Die leise aufflackernden Anspielungen auf soziale Isolation und Außenseitertum bleiben für die Gesamtkonzeption des Films eher im Hintergrund. Dafür bietet 'Jumper' das, was jeder action- und spannungsliebende junge Kinozuschauer von einem Film wie diesem erwartet: fantastische und überaus abwechslungsreiche Locations, handfeste Auseinandersetzungen zwischen zwei verfeindeten Gruppen und makellos gemachte Spezialeffekte. Thomas Steffens USA 2008. Regie: Doug Liman. Buch: David S. Goyer, Jim Uhls, Simon Kinberg. Mit: Hayden Christensen, Jamie Bell, Rachel Bilson, Samuel L. Jackson, Diane Lane, Michael Rooker, Max Thieriot, Jesse James. Kinowelt. 88 Min. Ab 27. März 2008 im Kino.
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