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Der Jane Austen Club


Vier befreundete Frauen suchen durch die Gründung eines Jane-Austen-Buchclubs Zerstreuung von ihren Alltagsproblemen. Eine weitere junge Frau und ein Mann komplettieren den Kreis, der sich monatlich mit einem Werk der britischen Autorin auseinandersetzen will, deren Themen auch die Mitglieder privat betreffen.

Jane Austens Werke sind zeitlos, was die ständig wieder in Angriff genommenen Neuverfilmungen ihrer Romane eindrucksvoll belegen. Gerade erst konnten wir in Geliebte Jane hinter die Fassade der Erfolgsschriftstellerin blicken und einen Eindruck erlangen, wie sich ihr Privatleben zugetragen haben könnte. Nun gibt es mit Der Jane Austen Club abermals Nachschub für Austen-Fans in Form eines Sekundär-Films, der auf einem Roman von Karen Joy Fowler basiert.

Die drei zentralen Frauenfiguren sind mittleren Alters. Eine von ihnen war ihr Leben lang Single, die andere bereits sechsmal verheiratet, während die dritte gerade die schmerzliche Trennung von ihrem langjährigen Ehemann verwinden muss. Ihre lesbische Tochter und die gleichaltrige Prudie, die ebenfalls mit Differenzen in ihrer jungen Ehe kämpfen muss, komplettieren zusammen mit dem Science-Fiction-Liebhaber und Jane-Austen-Neuling Grigg die illustre Runde, die fortan regelmäßig über Klassiker wie „Sinn und Sinnlichkeit“, „Emma“ oder „Mansfield Park“ debattieren will.

Die sechs vollendeten Bücher Jane Austens bilden die Struktur und Grundlage für Robin Swicords Film, der in sechs Monate untergliedert ist, in denen sich der Club nacheinander den Romanen annimmt. Dabei diskutieren die Mitglieder schließlich nicht nur über die zentralen Handlungselemente des jeweiligen Buches, sondern auch die eigenen privaten Probleme, die sich immer wieder mit den allgemeingültigen Lebensweisheiten Austens überschneiden.

Prudies und Sylvias Probleme mit ihrem jeweiligen Ehemann oder die Versuche Jocelyns, Grigg mit Sylvia zu verkuppeln, haben ihre jeweiligen Entsprechungen in den Romanfiguren aus dem frühen 19. Jahrhundert. Diese fein arrangierten Parallelen in der Dramaturgie werden natürlich hauptsächlich ausgesprochene Jane-Austen-Liebhaber in Entzücken versetzen, aber, wie bereits die Werbezeile zum Film verrät, muss man die Bücher nicht kennen, um im Club zu sein. Und deswegen kann man auch als Literaturliebhaber im Allgemeinen oder als Fan gut gemachter Liebesdramen hier seinen Spaß haben. TS

USA 2007 (The Jane Austen Book Club) Regie und Buch: Robin Swicord. Mit: Maria Bello, Emily Blunt, Kathy Baker, Amy Brenneman, Maggie Grace, Jimmy Smits, Kevin Zegers. Sony. 104 Min. Ab 7. Februar 2008 im Kino.

 

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