Home

 

Das Herz ist ein dunkler Wald


Nicolette Krebitz’ (Jeans) zweiter Spielfilm als Regisseurin beginnt wie ein klassisches Drama der Berliner Schule.

In die Idylle von Maries Familienleben schleicht sich die Angst und Verzweiflung, als sie durch Zufall feststellen muss, dass ihr Mann Thomas einige Blocks weiter noch eine Frau und noch ein Kind hat.

Nachdem Marie sprichwörtlich der Boden unter den Füßen weg gebrochen ist, kippt auch Krebitz’ Film. Marie setzt auf Konfrontationskurs und überrascht Thomas bei einem Auftritt auf einem surrealen Maskenfest auf einem Landsitz. Das Surreale wird von da an auch Stilprinzip des Films, der zuvor schon mit (gelungenen) Rückblicken, die wie Theaterszenen inszeniert sind, die realitätsnahe Erzählform verlassen hatte.

Doch leider passen diese unterschiedlichen Ansätze nie so recht zusammen. Das Surreale hält kaum Überraschungen bereit, sondern bleibt konventionell und vorhersehbar. Ein interessanter Versuch, der glorreich scheitert. FB

D 2007. Regie und Buch: Nicolette Krebitz. Mit: Nina Hoss, Devid Striesow, Franziska Petri, Marc Hosemann, Günther Maria Halmer. X Verleih. 86 Min. Ab 27. Dezember 2007 im Kino.

 

> FILMSTART-Thema: Interview mit Devid Striesow

> FILMSTART-Forum: Kino Aktuell

> Offizielle Webseite (Deutschland)