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Franz + Polina


Ein wenig erinnert Mikhail Segals Spielfilmdebüt an das von Andrej Tarkowski (Iwans Kindheit, 1962): Der Krieg als Symbol verlorener Unschuld.

Als die SS im Jahre 1943 ein weißrussisches Dorf liquidiert, widersetzt sich der junge Soldat Franz dem Befehl und flieht mit der Bauerstochter Polina. Doch selbst die aufkeimende Liebe zwischen den beiden kann die Entmenschlichung ihrer Umwelt nicht aufhalten...

Der Film beschwört in weichen, braunen Tönen die Idylle einer trügerischen Koexistenz zwischen Besatzern und Dorfbewohnern, ehe kalte, blaue Farben die Flucht zwischen den Linien bestimmen.

Die von Drehbuchautor Ales Adamowitsch (Komm und sieh) ohne Pathos und Rührseligkeit entwickelte Liebesgeschichte gewinnt ihre Kraft auch durch das authentische Spiel der beiden Hauptdarsteller und die großartigen Bilder von Kameramann Maksim Trapo. RRH

R 2006. Regie: Mikhail Segal. Buch: Ales Adamo witsch. Mit: Adrian Topol, Svetlana Ivanova, Andrej Merzlikin, Tamara Mironova, Uwe Jellinek, Valentin Matsapura. Za Film. 119 Min. Ab 30. August 2007 im Kino.

 

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