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Flags of Our Fathers


Die Schlacht um die japanische Insel Iwo Jima im Zweiten Weltkrieg war eine der blutigsten, allerdings auch kriegsentscheidend im Kampf im Pazifischen Ozean.

Außerdem entstand auf dem Berg der kahlen Vulkaninsel eines der berühmtesten Kriegsfotos der Welt: Sechs amerikanische Soldaten hissen auf dem Gipfel der Insel im tobenden Wind die US-Flagge. Der Plot des Films folgt den drei Überlebenden dieser Aktion.

Sie werden von ihrer Regierung durch das gesamte Land geschickt, um als die Helden von Iwo Jima die dringend benötigten Gelder für die weitere Finanzierung des Krieges zu sammeln. Noch von der Schlacht und dem Verlust enger Freunde traumatisiert, bewältigen die drei jungen Männer diese Aufgabe unterschiedlich gut, allen voran Navy-Sanitäter John „Doc“ Bradley (kaum wieder zu erkennen: Ryan Phillippe).

Clint Eastwood, bereits zwei Regie-Oscars schwer, inszenierte das Kriegsdrama mit raffinierten Zeitsprüngen. Wähnt sich der Zuschauer noch mitten in der Schlacht, stehen die drei Helden schon im Blitzlichtgewitter auf dem Time Square, und so ergeht es auch ihm wie den drei verwirrten Protagonisten, deren Realität von Kriegserinnerungen verfälscht wird. Geschickt filmt die Kamera auch immer wieder aus der Perspektive der Soldaten, egal ob sie sich durch Granatenhagel oder Menschenmengen quälen.

Erwähnenswert auch die spektakulären Spezialeffekte: Mühelos gelingt es dem Film, die Zuschauer durch Kampfszenen à la Der Soldat James Ryan oder durch die schiere Größe der Invasionsflotte zu entsetzen. Natürlich strotzt Flags of Our Fathers wie nicht anders zu erwarten vor US-Patriotismus. In diesem Fall verzeihbar, plant Eastwood doch einen zweiten Film über die Schlacht um Iwo Jima, diesmal von der japanischen Perspektive aus gesehen. Der Film namens Letters from Iwo Jima wird seit März 2006 produziert. Das ist so wunderbar hollywooduntypisch, wir sind gespannt! JvG

USA 2006. Regie: Clint Eastwood. Buch: William Broyles jr., Paul Haggis. Mit: Ryan Phillippe, Jesse Bradford, Adam Beach, John Benjamin Hickey, John Slattery, Barry Pepper, Jamie Bell, Paul Walker. Warner. 132 Min. Ab 18. Januar 2007 im Kino.