In seinem Langfilmdebüt nimmt uns der Belgier Koen Mortier mit in eine schräge Welt flämischer Dorfbands, die sich in einem Rockwettbewerb aneinander messen und ihr Publikum zu beeindrucken suchen.
„Die Feministen“ bestehen aus einem taubstummen Gitarristen, einem blutversessenen Sänger und einem Schwulen mit steifem Arm. Sie werden komplettiert von einem erfolgreichen Schriftsteller, der als Drummer einspringt, obwohl er überhaupt nicht Schlagzeug spielen kann.
Die Motivation für diesen Film kann sich nie so recht erschließen. Dass er auf einem Roman basiert, macht seine Story auch nicht interessanter oder tiefsinniger. Anders will er sein, was ihm zumindest stilistisch mitunter gelingt; Tabus will er brechen und in sämtlichen Belangen explizit sein, was weit weniger gut funktioniert. Die sinnlose, unmotivierte Gewalt bricht sich dann schließlich in den letzten zehn Minuten Bahn, was sowieso nur noch diejenigen mitbekommen, die sich nicht vorher ausgeklinkt haben. TS
B 2007. Regie und Buch: Koen Mortier. Mit: Dries Vanhegen, Sam Louwyck, Norman Baert, Gunter Lamoot, François Beukelaers. Legend. 104 Min. Ab 15. November 2007 im Kino.
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