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Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter


Nach Herr der Ringe, Harry Potter und Die Chroniken von Narnia kommt nun mit Eragon ein weiterer Fantasy-Blockbuster in die Kinos.

Auch hier diente eine weltweit äußerst erfolgreiche Buch-Reihe als Vorlage, die vom erst 23jährigen Autor Christopher Paolini von Anfang an als mehrteiliges Epos konzipiert wurde. Der nun verfilmte erste Teil „Das Vermächtnis der Drachenreiter“ erzählt vom Werdegang Eragons, der durch den schicksalhaften Fund eines Dracheneis vom einfachen Bauernjungen zum tapferen Krieger wird.

Für eine detailliertere Inhaltsbeschreibung braucht man sich eigentlich nur Star Wars anzuschauen. Zwar haben schon viele Geschichtenerzähler, wie auch einst George Lucas selbst, ihren Werken den Campbellschen Helden-Monomythos zu Grunde gelegt, jedoch ist das dramaturgische Grundgerüst von Eragon so nah an dem des ersten Star Wars-Teils, dass man jeden Moment erwartet, den Namen Skywalker zu hören.

Da ist der blonde Farmer-Jüngling, der wie Luke bei seinem Onkel lebt und nichts von seinen Eltern weiß, erfährt, dass er auserwählt ist und nach der Ermordung seines Onkels von einem ehemaligen Drachenreiter (der ehemalige Jedi Obi-Wan lässt grüßen) im Kampf ausgebildet wird. Da sind auch die Prinzessin, die gerettet werden muss und natürlich der düstere Oberfiesling, der ebenfalls ein Drachenreiter war, bis er der dunklen Seite der Macht verfallen ist und den Untergang der Drachenreiter einläutete. Ob da mal im nächsten Film nicht ein gewisses Verwandtschaftsverhältnis zwischen ihm und Eragon enthüllt wird?

Das wirkliche Manko an Eragon liegt jedoch im Fehlen einer sorgfältigen Erzählweise und einer behutsamen Charakterentwicklung, die der literarischen Vorlage gerecht werden könnte. Bleibt nur zu hoffen, dass dies bei der Fortsetzung der Fall sein wird. CC

USA 2006 (Eragon) Regie: Stefen Fangmeier. Buch: Peter Buchman, Lawrence Konner, Mark Rosenthal, Jesse Wigutow. Mit: Edward Speleers, Sienna Guillory, Jeremy Irons, Robert Carlyle, John Malkovich. Fox. 104 Min. Ab 14. Dezember 2006 im Kino.