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Dunia




Dunia, die Literaturstudentin, will wie ihre verstorbene Mutter Tänzerin werden. Ein Weg, der mehr abverlangt, als das Erlernen von Technik. Ein schmerzhafter Weg – und ein befreiender.

Jocelyn Saabs Film wirkt wie ein Spagat: Eine Liebeserklärung an orientalische Kultur und Tradition – und eine an die Individualität!

Ob das allein schon ausreichte, die ägyptischen Zensurbehörden gegen den Film aufzubringen? Zumindest entging der nur ob internationaler Proteste und des darauf folgenden persönlichen Vetos Hosni Mubaraks einem Verbot.

Dunia zeigt die Kluft zwischen Moderne und Tradition, zwischen religiösem Reglement und individueller Freiheit. Zeigt, wie diese Kluft sich im Leben der Titelheldin spiegelt. Denn Dunia erzählt die Geschichte einer Selbstfindung – einer weiblichen Selbstfindung in einem moslemischen Land. SG

EG 2005. Regie und Buch: Jocelyn Saab. Mit: Fathy Abdel Wahab, Sawsan Badr, Khaled El Sawi, Youssef Ismail, Aida Riad. Kairos. 112 Min. Ab 19. April im Kino.

 

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