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Deine, Meine & Unsere


Bei Admiral Frank Beardsley (Dennis Quaid) herrscht auch zu Hause Zucht und Ordnung: Seine acht Kinder parieren wie ein Uhrwerk. Hippiemami Helen North (Rene Russo) hingegen hat es sich in ihrer Villa Kunterbunt mit vier eigenen, sechs adoptierten Kindern und einem Hausschwein gemütlich gemacht.

Die aufflammende Liebe der allein erziehenden Elternparts rückt die beiden Großfamilien überstürzt zusammen: Helen und Frank wollen heiraten und beziehen ein Leuchtturmhaus, in dem es nun gilt, die unterschiedlichen pädagogischen Konzepte anzugleichen. Das passt gerade den Kindern so gar nicht in den Kram, führt zu Reibungen zwischen den beiden Lagern und schließlich zur gemeinschaftlichen Verschwörung gegen die Eltern, die sich nun dem Einfallsreichtum ihrer 18 Rabauken ausgesetzt sehen.

Gruppenkuscheln und Militärdrill: Raja Gosnell kokettiert mit den unterschiedlichen Erziehungsmethoden, unterlegt ihrer Komödie eine entsprechende Romanze und schenkt dabei vor allem dem jungen Publikum Lacher, ohne den pädagogischen Zeigefinger zu sehr zu beanspruchen. Gosnell liefert vielmehr eine weitere Ode an die (Groß-)Familie, der sich Hollywood ja traditionell verpflichtet, und das nicht erst seit dem Original Deine, meine, unsere, das 1968 mit Lucille Ball und Henry Fonda verfilmt wurde und ebenso wirklichkeitsfern ausfiel.

Man mag dem Film fehlende Glaubwürdigkeit, Kitsch, Vorhersehbarkeit und Gags vorwerfen, die so alt sind, wie die Tonfilmgeschichte (gleichzeitig sprechende Zwillinge). Aber Deine, Meine & Unsere ist ein Kinderfilm, und Kindern sind solcherlei Vorbehalte egal, solange sie Spaß im Kino haben, und der ist ihnen in dieser temporeichen, bunten Komödie, in der vor allem die Erwachsenen ihr Fett weg kriegen, gewiss. HE

USA 2005 (Yours, Mine And Ours) Regie: Raja Gosnell. Buch: Ron Burch, David Kidd. Mit: Dennis Quaid, Rene Russo, Sean Faris, Katija Pevec, Dean Collins, Rip Torn, Linda Hunt. 90 Min. Ab 27. April 2006 im Kino.