
Resident Evil spielte in der Kino- und DVD-Auswertung über 600 Millionen Dollar in die Kassen der Constantin-Film. Ein Reibach, bei dem man ja blöd wäre, das Erfolgskonzept nicht fort zu setzen. Nun findet mit Dead or Alive ein weiteres Computerspiel seinen Weg auf die Leinwand. Auf dass der Rubel rolle.
Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Tina, Christi, Helena und Prinzessin Kasumi, scharfe Pin-ups mit einschlägigen Talenten, werden zu einem Martial-Arts-Kampfturnier eingeladen. Dead or alive – tot oder lebendig – ist dabei so ziemlich die einzige Regel. Heimtückische Muskelschurken lauern, aber gegen die geballte Frauenpower haben die natürlich keine Chance.
Ja, na klar, ein Film, sexy, rasant, grell und bunt. Und ein wenig grenzdebil. Aber mal ehrlich: Wer erwartet und wer will hier schon Kunstkino? Dead or Alive ist kein Film für das gesetzte Zuschaueralter und auch keiner für die Feuilletonfraktion. Aber alles, was über zehn und unter achtzehn Jahre ist, kann sich schlicht an einer fetten Überdosis Popcornkino genüsslich tun.
Natürlich vor allem das männliche Publikum: Die Pixel-Amazonen in Fleisch und Blut und kaum bekleidet sind ein verdammt ansehnlicher und wirksamer Appell an die niederen Triebe. Das telegene Schwitzen beim Knochenbrechen oder – in Ermangelung sonstiger Einfälle für die Handlung zwischen den Kämpfen – beim Beach-Volleyball im selbstverständlich superknappen Bikini, verstärkt das entsprechend.
Regie führte Genrespezialist Corey Yuen, der spätestens seit den Transporter-Filmen einschlägige Referenzen hat. Das heißt auch hier: die schnittig und schick choreographierten Kampfszenen, helfen – mal mehr, mal weniger gut – über den grausig holprig inszenierten Rest hinweg. SG
D/GB 2006 (DOA: Dead Or Alive) Regie: Corey Yuen. Buch: J.F. Lawton, Adam Gross, Seth Gross. Mit: Jaime Pressly, Holly Valance, Sarah Carter, Natassia Malthe, Devon Aoki, Eric Roberts, Colin Chou, Steve Howey. Constantin. 86 Min. Ab 19. Oktober 2006 im Kino. |
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