Mittlerweile gehört es zur Kür eines jeden amerikanischen Komikers, sich auch mal im ernsten oder zumindest halbernsten Fach zu beweisen.
Jim Carrey hat sein Schauspieltalent jenseits der Blödelklamotten schon vor Jahren erfolgreich etabliert, Adam Sandler ('Punch Drunk Love') und Will Ferrell ('Schräger als Fiktion') haben gleichermaßen erfolgreich nachgelegt.
Steve Carell ('Jungfrau 40, männlich, sucht...') hat zwar kein ganz so überzogenes Proll-Image in Sachen Comedy wie die genannten Kollegen, wird aber wohl ebenso gern in ein Fach gesteckt und mit Vorurteilen belegt, die er nun demontieren darf.
Als Tageszeitungenkolumnist Dan hat er in Erziehungsfragen scheinbar die Weisheit für sich gepachtet, stößt nach dem Tod seiner Frau als allein erziehender Vater dreier Töchter jedoch zunehmend auf Widerstände. Bei einem traditionellen Treffen der Großfamilie verliebt er sich unwissentlich in die neue Flamme seines jüngeren Bruders, was sich nicht allzu lange verheimlichen lässt.
Nicht nur, dass Peter Hedges Steve Carell mal angenehm unaufgeregt in Szene gesetzt hat, er schafft es auch, dem Komiker leise Töne zu entlocken und ihm dennoch Gelegenheiten zu bieten, Comedy Standards zu bedienen. Für so manchen Kinozuschauer mag das vielleicht alles eine Spur zu harmlos sein, als nette Familien- und Liebeskomödie wird der Streifen aber bestimmt sein Publikum finden. Thomas Steffens USA 2007 (Dan in Real Life) Regie und Buch: Peter Hedges. Buch: Pierce Gardner. Mit: Steve Carell, Juliette Binoche, Dane Cook, Alison Pill, Dianne Wiest, John Mahoney, Amy Ryan. Concorde. 98 Min. Ab 20. März 2008 im Kino.
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