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Crank


Crank ist endlich mal wieder ein Film, bei dem man richtig laut lachen kann.

Dabei ist der Plot gar nicht zum Lachen: Chev Chelios, ein Auftragskiller, will seine Profession an den Nagel hängen und das Leben lieber in ruhiger Zweisamkeit mit seiner ahnungslosen Freundin genießen. Leider vermasselt ihm Erzrivale Ricky Verona die Tour und vergiftet den Geläuterten mit einem chinesischen Wundergift, welches innerhalb einer Stunde tötet – es sei denn, der Vergiftete bleibt auf Adrenalin, also immer in Action.

Das ist so dämlich, dass es schon wieder gut ist. Und so rast Chev durch Los Angeles, immer auf der Suche nach dem Kick, einem Gegengift und natürlich Rache an Verona. Jason Statham in der Rolle des Chev, einer Mischung aus Burt Reynolds und Vin Diesel auf Droge manövriert den Film so großartig durch die aberwitzigen Situationen, dass man den Verantwortlichen vom Casting gratulieren möchte.

Und natürlich dem Regie-Pärchen Mark Neveldine und Brian Taylor, bisher leider nur in der Werbung tätig. Mit ihrem Film-Debüt erfüllten sie sich ihren Traum eines Nonstop-Actionfilms, einem Film wie ein Videospiel. Und so sieht er auch aus. Die schrägen Einfälle für Kamerapositionen und -fahrten, für Blickwinkel und Farben ermöglichte die neue HD-Kameratechnik und deren kompakte Kameras.

Nerven zerfetzend auch folgender Kunstgriff: mit dem Shutter auf Actionfrequenz bringen die Filmemacher selbst ruhige Szenen zum vibrieren, ein Trick der bisher nur bei der Strandszene von Der Soldat James Ryan zu Anwendung kam. Der MTV-Schnitt rundet die Sache ab, mit Splitscreen, urkomischen Schrifteinblendungen und Standbildern klamaukt die Action-Romanze-Drama-Komödie ihrem Höhepunkt entgegen. Einfach göttlich. JvG

USA 2006. Regie und Buch: Mark Neveldine, Brian Taylor. Mit: Jason Statham, Amy Smart, Jose Pablo Cantillo, Efren Ramirez, Dwight Yoakam, Carlos Sanz, Jay Xcala. Universum. 85 Min. Ab 21. September im Kino.