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The Contract




Man kann ein Handbuch der gängigsten Filmstereotypen auf einer beliebigen Seite aufschlagen und findet mit Sicherheit eine Entsprechung des dort beschriebenen Phänomens in Bruce Beresfords neuem Film The Contract.

Aber gerade das macht einen Großteil des Spaßes aus, den dieser trashige Abenteuerfilm einem bringen kann. Vater und Sohn haben sich nach dem Krebstod der Mutter auseinander gelebt und wollen sich bei einem gemeinsamen Campingausflug in den Wäldern des US-Staates Washington wieder näher kommen. Gleichzeitig plant ein Killerkommando um den ehemaligen Offizier Carden ein politisch motiviertes Attentat. In der Einöde fernab jeglicher Handyempfangsbereiche treffen die beiden unterschiedlichen Gruppen aufeinander – jetzt muss der Papa zeigen, dass er ein ganzer Kerl ist.

Der Spaß beginnt, als Carden, mit Handschellen an einen US-Marshall gefesselt, vor die Füße des Vater-Sohn-Gespanns gespült wird und der Gesetzeshüter gerade noch klarstellen kann, wer der Böse ist, bevor er das Zeitliche segnet. Wer danach nach Logiklöchern Ausschau hält, bekommt nicht mehr allzu viel vom Film mit. Aber der ist durchaus atmosphärisch und spannend inszeniert, und wartet mit zwei überzeugenden Stars in den Hauptrollen auf.

Sowohl John Cusack als auch Morgan Freeman nehmen gekonnt ihr bisheriges Image auf die Schippe. Sonnyboy Cusack zeigt, dass er in einer Extremsituation spielend zum Berserker werden kann, und Freeman wahrt auch als skrupelloser Auftragskiller noch seine kultivierte Art und muss in Dialogzeilen wie „Ich bin nicht der gute Onkel“ wiederholt darauf hinweisen, dass er gefährlicher ist, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Nicht nur in solchen Momenten beweist Beresford Sinn für Humor (und nicht nur unfreiwillige Komik), womit The Contract bei Nerds bestimmt für Vergnügen sorgen wird. FB

USA/D 2005. Regie: Bruce Beresford. Buch: Stephen Katz, John Darrouzet. Mit: Morgan Freeman, John Cusack, Jamie Anderson, Alice Krige, Megan Dodds, Corey Johnson, Thomas Lockyer. 3-L. 97 Min. Ab 5. April 2007 im Kino.

 

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