
Britische Hochzeitskomödien müssen sich gerne mal an der alles überschattenden Godmother des Genres Vier Hochzeiten und ein Todesfall messen lassen – denn die stach, nicht nur was die Anzahl der Vermählungen anging, heraus.
Bei Confetti – Heirate lieber ungewöhnlich sind es immerhin drei Hochzeiten, die gefeiert werden. Und zwar direkt hintereinander und im Rahmen eines Wettbewerbs, den ein Fachmagazin für den schönsten Tag im Leben ausrichtet.
Drei Pärchen konkurrieren um die Auszeichnung, den Bund fürs Leben auf die originellste Weise geschlossen zu haben. Ins Rennen gehen eine Nudisten-Hochzeit, eine Tennis-Vermählung und eine Musical-Ehe. Da eine beachtliche Summe Geld auf dem Spiel steht, wird mit allen Mitteln um die Gunst der Juroren gekämpft. Und auch die eigens engagierten Hochzeitsberater, die sich angesichts ihrer bisher größten beruflichen Herausforderung mächtig ins Zeug legen, sorgen für weiteres Stress-Potenzial.
Eigentlich die besten Voraussetzungen für turbulente Verwicklungen und reichlich Lacher, könnte man meinen. Doch die Komödie plätschert vor sich hin, ohne große Aufreger oder bemerkenswerte Pointen. Und so wundert es nicht weiter, dass sich am Ende das langweiligste Paar durchsetzten muss.
Nackte und neureiche Egozentriker passen auch einfach nicht in diese spießige Hochzeitswelt, in der Mainstream-Musical-Träume wahr werden. Trotz sympathischer und, wenigstens in England, bekannter Sitcom-Gesichter und der, wenn nicht neuen, so doch zumindest interessanten Idee, den Film als Dokumentation zu inszenieren, bewegt sich Debbie Isitt in ihrem Regie-Debüt auf zu ausgetretenen Pfaden, um wirklich überzeugen zu können. UZ
GB 2006 (Confetti) Regie und Buch: Debbie Isitt. Mit: Martin Freeman, Jessica Stevenson, Stephen Mangan, Meredith MacNeill, Robert Webb, Olivia Colman, Vincent Franklin. Fox. 99 Min. Ab 7. September 2006 im Kino. |
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