Es sind bewegende Einzelschicksale, anhand derer diese Dokumentation die Geschichte des kurdischen Volkes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nacherzählt:
Etwa das des Wissenschaftlers İsmail Beşikçi, der aufgrund seiner Kritik am Umgang der türkischen Regierung mit dem kurdischen Volk siebzehn Jahre im Gefängnis gesessen hat und der davon erzählt, wie den Kurden die atatürksche Ideologie übergestülpt werden sollte.
Oder das des Schriftstellers Orhan Miroğlu, der von seiner furchtbaren Zeit im Militärgefängnis von Diyarbakir berichtet.
Die besondere Qualität dieses Films, der durchzogen ist von langen Kamerafahrten durch die in ihrer Kargheit wunderschönen Landschaften Kurdistans, liegt in der Art und Weise, wie hier Politisches mit Privatem verknüpft wird und nach und nach die einzelnen Stimmen zu einer einzigen, eindrucksvollen Erzählung verschmelzen. AR
D 2007. Regie und Buch: Yüksel Yavuz. Mit: İsmail Beşikçi, Orhan Miroğlu, Beriwan, Ali Yildirim. (O.m.U.) Mîtosfilm. 104 Min. Ab 6. Dezember 2007 im Kino.
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