1994 kam mit Asterix in Amerika der siebte und bislang letzte Zeichentrickfilm nach den Comics von René Goscinny und Albert Uderzo in unsere Kinos.
Seitdem hat sich im Animationsbereich einiges getan. Selbst klassische 2D-Zeichentrickfilme brillieren mittlerweile durch eindrucksvolle Schattenzeichnungen und einen dadurch fast schon plastischen Look. Diese Entwicklung ist natürlich auch in der achten Asterix-Zeichentrickversion offensichtlich, die visuelle Gestaltung kann sich wahrlich sehen lassen und ordnet sich dennoch geschickt der Handlung unter.
Diese erzählt von den Erlebnissen der kampflustigen Gallier mit dem Neffen ihres Chefs Majestix, der von Asterix und Obelix endlich zu einem richtigen Mann erzogen werden soll. Aber Grautvornix ist, anders als sein Name vermuten lässt, der größte Feigling weit und breit. Dies wiederum kommt den unerschrockenen Wikingern zu Ohren, die sich Grautvornix’ ungewöhnliche Talente selbst zunutze machen wollen: Denn Angst verleiht ja bekanntlich Flügel!
Die Adaption von „Asterix und die Normannen“ kann man insgesamt als gelungen bezeichnen, wenngleich vieles vom Sprachwitz und den Gags einer der witzigsten Comicvorlagen nicht in den Film hinübergerettet werden konnte. Die Regisseure Stefan Fjeldmark und Jesper Møller haben ihr Hauptaugenmerk auf die Actionelemente der Geschichte gelegt, die dann auch ziemlich rasant zu einer runden Sache zusammengeführt worden sind.
Etwas irritierend für deutsche Ohren ist die Besetzung des ehemaligen Obelix-Sprechers Wolfgang Hess für den Anführer der Wikinger, Maulaf. Sein Nachfolger Tilo Schmitz lässt auf dem dicken Gallier ein wenig die Trotteligkeit vermissen. Dafür schlägt sich Comedy-Star Christian Tramitz in der Rolle des Titelhelden vorzüglich. FB
F/DK 2006 (Astérix et les Vikings) Regie: Stefan Fjeldmark, Jesper Møller. Buch: Jean-Luc Goossens, Stefan Fjeldmark. Sprecher: Christian Tramitz, Tilo Schmitz, Smudo, Nora Tschirner, Wolfgang Hess, Dieter Hallervorden, Wolfgang Völz. Universum. 78 Min. Ab 11. Mai 2006 im Kino.
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