Home

 

Arthur und die Minimoys


Sie sind nur zwei Millimeter groß, haben lange, spitze Ohren und sehen aus wie eine Mischung aus Punk, Troll und so mancher Manga- und Comic-Figur.

Die Rede ist vom Elfenvolk der Minimoys, deren Lebenswelt dicht unter der Grasnarbe liegt. Kein Geringerer als Luc Besson hat sie in fünfjähriger Arbeit für 65 Millionen Euro auf die Leinwand gebracht.

Als Vorlage für den bislang teuersten europäischen Animationsfilm nutzte der Regisseur moderner Actionklassiker wie Nikita und Leon – Der Profi seine eigene vierbändige „Arthur“-Kinderbuchreihe. Ihr Held ist ein Zwölfjähriger, dessen erste beide Abenteuer im Film verarbeitet sind.

Um das Haus seiner verschuldeten Großmutter vor einem Immobilienhai zu retten, will Arthur einen im Garten vergrabenen Schatz finden. Helfen sollen ihm dabei die Minimoys, von deren Existenz er aus Aufzeichnungen seines verschwundenen Großvaters erfährt. Arthur findet einen Weg, ihre Gestalt anzunehmen. Zusammen mit der Elfen-Prinzessin Selenia und ihrem Bruder Beta geht er auf Schatzsuche. Ziel ist die verbotene Stadt Nekropolis, die vom Tyrannen Maltazard beherrscht wird.

Besson und seine Crew haben den rasanten Mix aus Realszenen und Animationswelten mit Anspielungen auf Filme und Sagen, auf Popmusik- und Kunstgeschichte garniert, virtuose Kamerafahrten prägen die Actionsequenzen. Beim Anblick von Maltazards Bionicle-artigen Vasallen scheinen für kleine Kinder allerdings Albträume vorprogrammiert.

Im Gegensatz zu vielen US-Produktionen sind die erstklassig animierten Welten nicht ausschließlich am Computer entstanden: 3D-Charaktere agieren vor 3D-Kulissen, die auf eigens gebauten Modellen basieren. Schade nur, dass die im Realfilm erzählte Rahmengeschichte recht platt geraten ist. Das kann im Sequel – geplant ist eine Trilogie – nur besser werden. UF

F/USA 2006 (Arthur et les minimoys) Regie und Buch: Luc Besson. Buch: Céline Garcia. Mit: Freddie Highmore, Mia Farrow. Sprecher: Bill Kaulitz, Nena, Oliver Rohrbeck, Dagmar Heller, Gerhard Paul, Frank Glaubrecht. Tobis. 103 Min. Ab 25. Januar 2007 im Kino.