Während eines Anti-Terrorgipfels in der spanischen Stadt Salamanca wird auf den US-Präsidenten (William Hurt) ein Attentat verübt.
Wie schon im Genreklassiker 'Rashomon' von Akira Kurosawa wird auch in diesem Politthriller das Geschehen nacheinander aus unterschiedlichen Blickwinkeln geschildert. Da ist zum einen der Secret-Service-Agent Thomas Barnes (Dennis Quaid), der für den mächtigsten Mann der USA schon einmal Leib und Leben riskierte, der Tourist Howard Lewis (Forest Whitaker), der per Zufall alles mit seiner Videokamera festgehalten hat, der Spanier Enrique (Eduardo Noriega), der sich mit seinem Verhalten überaus verdächtig macht, oder die Fernsehregisseurin Rex Brooks (Sigourney Weaver), die im Übertragungswagen ihre Version der Ereignisse für das Fernsehpublikum zusammenstellt.
Die Idee, ein Attentat aus mehreren verschiedenen Perspektiven zu schildern und damit mehrere Formen der Wahrnehmung zu einer Konstruktion der Wahrheit zusammenzuführen, ist überaus reizvoll. Leider verpuffen die zunächst guten Ansätze am Ende in einer sehr unglaubwürdigen und reichlich überzogenen Actionsequenz. Das ist äußerst schade, auch wenn der Film insgesamt trotzdem kurzweilig und unterhaltend bleibt. Frank Brenner USA 2008 (Vantage Point) Regie: Pete Travis. Buch: Barry L. Levy. Mit: Dennis Quaid, Matthew Fox, Forest Whitaker, Sigourney Weaver, William Hurt, Bruce McGill, Eduardo Noriega. Sony. 90 Min. Ab 28. Februar 2008 im Kino.
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