Wir erinnern uns: In Danny Boyles eigenwilligem Genrewerk 28 Days Later verwandelt ein Virus den Großteil der Briten in hirnlose Zombies.
Die massakrieren in Zeitraffer, während die Opfer in die Fänge des nicht weniger gruseligen Militärs flüchten.
Die Fortsetzung knüpft zeitlich an: 28 Wochen nach der Epidemie sind die Zombies verhungert, und die Insel soll neu besiedelt werden. Das US-Militär kontrolliert den Wiederaufbau. Die Zombies sind tot – der Virus lebt.
Atmosphärisch zitiert der Nachfolger gelungen das Vorbild, inhaltlich stolpert er fortwährend durch unglaubwürdige Situationen. Das Sequel entbehrt die Gegensätze von Urbanität und Natur ebenso wie die endzeit philosophischen Dialoge des Vorgängers. Damit ist das alles nicht nur hanebüchen, sondern auch recht blutleer. Und das will schon was heißen bei einer Splatterorgie. HE
GB/E 2007. Regie und Buch: Juan Carlos Fresnadillo. Mit: Robert Carlyle, Rose Byrne, Jeremy Renner, Harold Perrineau, Catherine McCormack. Fox. 99 Min. Ab 30. August 2007 im Kino.
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